Arbeiten von Eva Zeisel bis 21. Juli im Keramikmuseum zu sehen
Die "Keramik-Legende"

Bis 21. Juli können sich Besucher des Internationalen Keramikmuseums auf eine "Spielerische Suche nach Schönheit" machen. Präsentiert werden Arbeiten der bekannten Keramikerin Eva Zeisel, die 2011 im hohen Alter von 105 Jahren verstarb. Sie wurde bereits zu Lebzeiten zu einer "Keramik-Legende".

Geboren in Budapest, lebte und arbeitete sie zuerst als Keramikerin und bald als Designerin in Schramberg im Schwarzwald, Berlin, Moskau, Leningrad und schließlich seit 1938 in den USA. Von Berlin aus entwarf sie Modelle für die Hirschauer Steingutfabrik, besuchte die Oberpfalz auch einige Male.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß würdigte die Künstlerin in seiner Laudatio bei der Vernissage als "namhafte Künstlerin, deren Bedeutung für das Keramik-Design man hierzulande erst heute zu entdecken beginnt."

Prof. Dr. Florian Hufnagel, Direktor der Neuen Sammlung München, begrüßte in seiner Ansprache auch die Tochter von Eva Zeisel, Jean Richards, die gemeinsam mit Ehemann und Tochter zur Ausstellungseröffnung nach Weiden gekommen war. Er betonte die Bedeutung Eva Zeisels als eine der ersten Keramik-Designerinnen und versprach, künftig in loser Folge weitere Designerpersönlichkeiten in Weiden einem breiten Publikum vorzustellen.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Entwürfe Eva Zeisels für Schramberg, Hirschau, Thomas/Rosenthal und auch Objekte, die in den USA entstanden sind. Die einzelnen Stücke wurden von Sammlern zur Verfügung gestellt. Einige waren bei der Vernissage anwesend. Besonderer Dank galt Michael Popp aus Nürnberg, der anregte, Werke von Eva Zeisel in Weiden zu präsentieren, und der die Kontakte zu den verschiedenen Sammlern herstellte. Von ihm und auch von der Neuen Sammlung wurden zwei die Ausstellung begleitende, reich bebilderte Kataloge herausgegeben.
Dr. Josef Strasser, Oberkonservator der Neuen Sammlung, würdigte Eva Zeisel als Designerin von herausragender Bedeutung, die ein "langes, spannendes, abenteuerliches und erfolgreiches Leben" geführt und bis zuletzt viel bewirkt habe.

Jean Richards, die Tochter von Eva Zeisel, dankte für die Ausstellung in Weiden und erzählte, dass ihre Mutter auf die Frage, ob sie einen Lieblingsentwurf habe, einmal antwortete: "Sie sind alle meine Kinder, wie soll ich einen Lieblingsentwurf haben?"
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