Auch im 53. Band Kurioses, Bemerkenswertes und Überraschendes - Adalbert Busls Jubiläum
"Oberpälzer Heimat" ein Genuss

Den 53. Band der "Oberpfälzer Heimat" stellten Petra Vorsatz und Adalbert Busl (Wiesau) im "Alten Eichamt" vor. Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises im Oberpfälzer Waldverein veröffentlichen darin Interessantes, Kurioses, Bemerkenswertes oder Überraschendes aus der Region.

Seit 20 Jahren ist Busl Redakteur des jährlich erscheinenden Buches. Damals übernahm er die Verantwortung von Gerhard Zückert, der Nachfolger von Dr. Gagel gewesen war. 320 Beiträge auf 4054 Seiten sind seither veröffentlicht worden, berichtete Busl. 94 Autoren haben geschrieben, mancher jedes Jahr. Stadtarchivarin Vorsatz dankte Busl sowie Verleger Eckhard Bodner (Pressath) und dem Druckhaus Spintler.

Eine Fahne vom König

Im 53. Band finden sich geschichtlich interessante Beiträge, wie Franz Berglers Nachforschungen über die Wüstung Schönthann. Das Dorf soll beim böhmischen Einfall am 2. Juli 1347 zugrunde gegangen sein. Durch die Luftbildarchäologie ist 1997 eine spätkeltische Viereckschanze bei Naabsiegenhofen entdeckt worden. Darüber berichtet Ernst Thomann. Ursula Wiechert und Jörg Krämer stellen zwei Rechnungsschriften aus dem 16. Jahrhundert vor. Werner Perlinger weiß von einem Wappenbrief, der 1683 an Thomas Katzner wegen dessen Tapferkeit im Kampf gegen die Türken verliehen wurde. Die Geschichte einer Fahne, die 1818 von König Maximilian Josef I. der damaligen Bürgerwehr gestiftet wurde und sich heute im Besitz der Krieger- und Reservistenkameradschaft Vilseck befindet, beschreibt Heinrich Deinzer . Anlässlich Friedrich Schillers 250. Geburtstag im kommenden Jahr beschreibt der frühere Kulturamtsleiter Bernhard M. Baron das Verhältnis des Dichters zur Oberpfalz. Bekanntlich stammen Schillers Vorfahren aus Erbendorf. Dr. Sebastian Schott geht auf "Weiden im Jahr 1809" ein. In der "Franzosenzeit", im Konflikt zwischen der Habsburgern und Napoleon war Weiden "mittendrin", so Dr. Schott. Im Beitrag "Rote Sieben verschollen im Planquadrat Rudolf-Dora" gehen Prof. Dr. Harald Dill und Karlheinz Hetz auf den Luftkrieg im Ersten Weltkrieg, tschechische Notlandungen in der Waidhauser Gegend und den Luftkrieg auf alliierter und deutscher Seite im Oberpfälzer Raum ein. Rudolf Rösler schreibt über Fritz Wagner, der zwischen 1968 und 1983 als Waldbaureferent in Regensburg tätig war. Josef Eimer berichtet über das Leben des bedeutenden 72. Regensburger Bischofs Senestrèy, der in Bärnau geboren wurde.

Geheimnisse um Stinkspat

Ein blutiges Duell lief 1654 in einem Wirtshaus zwischen Parkstein und Weiden ab. Sebastian Enzinger übersetzte den lateinischen Text ins Deutsche und Dr. Johann Dorner erforschte den Ablauf und die Hintergründe. Adalbert Busl schreibt über die "Pfarreien des Zisterzienserstift Waldsassen" und Harald Fähnrich über verschwundene frühere Kirchen. Neue Bilder vor einer Oberpfälzer Kirche beschreibt Dr. Rolf Jacob . Ein Mineral, das nach 200 Jahren intensiver Forschung noch immer Geheimnisse birgt, ist der im Wölsendorfer Revier vorkommende Stinkspat. Professor Dr. Harald Dill, Martin Füßl und Berthold Weber haben Bemerkenswertes mitzuteilen.
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