14.08.2012 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Aufwärtsentwicklung der Hochschule hält seit 18 Jahren an - 3000 Studenten, 300 Mitarbeiter Volljährig und voll erfolgreich

"Die HAW Amberg-Weiden hat mit rund 300 Mitarbeitern, einschließlich der Lehrbeauftragten, allmählich das Ausmaß eines größeren mittelständischen Unternehmens." So beschreibt Dr. Wolfgang Weber, Referatsleiter an der Hochschule, die jüngste Entwicklung. Weber gehört zu den Pionieren der Aufbauphase. Er arbeitet stets ganz nah am Präsidenten, zunächst bei Gründungspräsident Prof. Dr. August Behr, jetzt bei Prof. Dr. Erich Bauer.

von Siegfried BühnerProfil

Letzterer sprach kürzlich bei der Akademischen Feier zum Abschluss des Studienjahres 2011/2012 (wir berichteten) vom erfolgreichsten Jahr der Hochschule seit ihrer Gründung. Am 1. Mai dieses Jahres feierte sie den 18. Geburtstag - quasi die Volljährigkeit.

Dabei bietet die Hochschule nicht die üblichen Arbeitsplätze eines Produktionsbetriebs, sondern mit 79 Professoren und 87 Lehrbeauftragten ein großes Akademikerpotential. Allein im abgelaufenen Studienjahr hat sich laut Prof. Bauer die Mitarbeiterzahl um 25 erhöht. Dass die Region solche Arbeitsplätze dringend benötigt, zeigt der Blick auf die nach wie vor unterdurchschnittliche Akademikerquote: 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Stadtgebiet Weiden und sogar nur 4,1 Prozent im Landkreis Neustadt/WN. Und da bekanntermaßen die überwiegende Mehrheit der Absolventen in der Region bleibt, wirkt dies wie ein Multplikatoreffekt.

Professor Bauer nennt zwei Garanten des HAW-Erfolgs: die intensive Nutzung öffentlicher Förderprogramme und die enge Verzahnung mit der einheimischen Wirtschaft. Konkretes Beispiel sei das Bund-Länder-Programm "für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre", aus dem bis zum Jahr 2016 2,26 Millionen Euro für Personal- und Sachausgaben zusätzlich in die Kasse fließen. Noch höhere Summen fließen vom Freistaat Bayern mit 5,2 Millionen Euro in den Ausbau eines "Kompetenzzentrums für Kraft-Wärmekopplung". Die Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft findet unter anderem im "Partner Circle" mit aktuell 26 Unternehmen aus der Region ihren Niederschlag. Geradezu ins Schwärmen kommen die Hochschulvertreter, wenn sie von neuen Weidener Technologie-Campus sprechen. Der Termin steht, im November ist Einweihung. Laut Dr. Weber ist das Projekt "voll im Plan". Die Kooperationspartner aus der Wirtschaft sind fast vollständig. Allein im Erdgeschoss werden dort 900 Quadratmeter Laborfläche eingerichtet. Eine Besonderheit: Verwirklicht wird damit ein Kooperationsmodell mit den regionalen Gebietskörperschaften, getragen von der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Stadtbau.
OB Kurt Seggewiß fügte bei der Akademischen Feier dem Erfolgsbericht der Hochschule den Beschluss der Stadt hinzu, dass die Adresse des WTC "Campusallee Nr. 1" lautet. Seggewiß: "Die HAW liegt der Stadt am Herzen." Schließlich bestehe eine große Unterstützergemeinde, die sich u. a. auch durch jährliche 50 000 Euro-Spenden der Maria-Seltmann- Stiftung dokumentiere. Und die Vision des OB gipfelt im zukünftigen Weidener Bildungscampus, wenn sich HAW und FOS/BOS ergänzen.

1400 Studenten in Weiden

Auch die Studentenzahlen stehen für die Erfolgsstory der HAW. Die ursprüngliche Planung - 500 für Weiden, 1000 für Amberg - sind Zahlen von gestern. 3043 ist der aktuelle Wert, davon rund 1400 in Weiden. Nicht umsonst waren das neue Hörsaalgebäude in Weiden und die Mensa zwingend erforderlich. Und die HAW-Studenten belohnten "ihre" Hochschule in der Studentenbefragung auch mit Zufriedenheitsraten über 80 Prozent. Eigentlich nicht überraschend, belegt doch die Hochschule Platz 5 im bundesweiten Ranking. Dass dies so weiter geht, lässt Prof. Bauer erahnen, wenn er ankündigt: "Wir besetzen Zukunftsthemen. Der Ausbau der medizinisch-technischen Resourcen-Effizienz ist die nächste Herausforderung."

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