Behindertensportler bei der Leichtathletik-EM
Scheil hofft auf Medaille

Daniel Scheil hat vor allem im Speerwurf gute Chancen auf einen Podestplatz bei der EM. Bild: hfz

Behindertensportler Daniel Scheil vom BVS Weiden fährt zur Leichtathletik-EM im walisischen Swansea. Nachdem er im Vorjahr die Norm für die Weltmeisterschaften noch um ein paar Zentimeter verpasst hatte, darf der 41-Jährige nun erstmals im Nationaltrikot starten.

Er vertritt Deutschland in allen drei Wurfdisziplinen. Im Kugelstoßen rechnet sich der mehrfache deutsche Meister gute Medaillenchancen aus. Als Weltranglistenerster hat er zudem in seiner Vorzeigedisziplin Speerwurf sogar Aussichten auf den Titelgewinn. Beim Diskuswerfen ist er optimistisch, die aktuell guten Trainingsleistungen auch im Wettkampf umsetzen und eine vordere Platzierung erreichen zu können.

Um sich optimal auf die kontinentalen Titelkämpfe vorbereiten zu können, hatte der Verband zu einem einwöchigen Trainingslager eingeladen. Im Bundesleistungszentrum in Kienbaum nahe Berlin arbeitete Scheil zusammen mit Trainer Christian Balke fünf Stunden täglich intensiv im Wurftechnik- und Schnellkraftbereich. Als Neulinge im Nationalteam nutzten beide die Möglichkeit zum Austausch mit der Bundestrainerin und ehemaligen Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius sowie den Weltklasse-Werfern David Storl und Martin Wierig.

Den letzten Schliff holt sich der Altensteinreuther bei den abschließenden Trainingseinheiten auf dem Weidener Realschulplatz, ehe am Sonntag der Flug nach Großbritannien auf dem Programm steht.
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