04.09.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bundespolizisten finden verbotene Waffe bei 18-Jährigem Zwille statt Drogen

von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Es war ein ebenso unerwarteter wie brisanter Fund. Beamte des Bundespolizeireviers Weiden kontrollierten am Bahnhof einen jungen Mann, der in den Zug Richtung Hof einsteigen wollte. Im Rucksack des wegen Drogendelikten polizeibekannten 18-Jährigen fanden sie zwar kein Rauschgift aber eine stählerne Präzisionsschleuder mit 850 Stahlkugeln Munition. Es ist ein seltener Fund", erzählt Bundespolizei-Sprecher Johann Miesbeck auf Nachfrage. Da es sich bei der Stahlschleuder um eine verbotene Waffe handelt, beschlagnahmten die Polizisten sie. Erst dann durfte der Mann unbewaffnet die Weiterreise antreten.

Hintergrund unklar

"Eine solche Zwille ist so gefährlich wie eine Schusswaffe", betont Miesbeck. "Die Durchschlagskraft ist deutlich größer als bei einem Luftgewehr. Ein Geschoss kann aus 6 Meter Entfernung ein 7 Millimeter starkes Holzbrett durchschlagen." Der 18-Jährige aus der nördlichen Oberpfalz machte keine Angaben, warum er die Schleuder besaß. Dafür drohen ihm bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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