17.07.2009 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Chef des Kepler-Gymnasiums, Dr. Friedrich Heglmeier, geht in den Ruhestand: Abschied im Wohnzimmer

Wie Franz Beckenbauer nach der gewonnenen Fußball-WM 1990 im Stadion zu Rom, so ist auch Dr. Friedrich Heglmeier vor der offiziellen Segnung des neuen Anbaus alleine durch die lichtdurchfluteten Räume gelaufen - und zwar mehrmals. Das moderne Gebäude mit Blick ins Grüne ist zweifellos einer der Verdienste, auf die er nach sieben Jahren als Direktor des Kepler-Gymnasiums zurückblicken kann.

von Redaktion OnetzProfil

Aber auch die Umstellung auf das G 8, die Einführung der Nachmittagsbetreuung, der wirtschaftswissenschaftliche Zweig, die Zusage für die Hochbegabtenklasse zum neuen Schuljahr, Projekte durch die Zukunftswerkstatt, Schulpartnerschaften und vieles mehr zählten die Ehrengäste bei der Verabschiedung des 63-jährigen Pädagogen auf.

Gutes Schulklima

Wo die Feierstunde stattfand? Natürlich in der Aula, dem Anbau. Für Schülersprecher Ferdinand Witt ("Wir sind beide genauso lange am ,Kepler'") und weitere 1300 Mädchen und Buben ist der Erweiterungsbau zum Wohnzimmer geworden. Daneben betonte der Schülersprecher auch Heglmeiers Bemühen um ein gutes Schulklima. Sogar seine Freizeit habe der Direktor als Trainer für Streethockey geopfert.

Der ehemalige Chef des Mallersdorfer Gymnasiums (er war insgesamt 22 Jahre an der Schule) wechselte im Jahr 2002 an die Weidener Bildungsstätte mit Studienseminar. "Meine Dienstzeit ist schnell vergangen, auch die sieben Jahre am Kepler-Gymnasium", blickte der gebürtige Niederbayer zurück. Dass Heglmeier ein Mann der Tat sei, betonte nicht nur Günther Trüb, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in der Oberpfalz. Der ehemalige Elternbeiratsvorsitzende Dr. Roland Schwanecke und seine Nachfolgerin Sabine Kräckl dankten für die gute Zusammenarbeit.
Für Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war es "ein trauriger Moment", der draußen durch Regen passenderweise symbolisch untermauert wurde. "Wir gönnen Ihnen ja den Ruhestand", schob der Rathauschef hinterher. Heglmeier habe seit 2002 nahtlos an die Kontinuität und Erfolge seiner Vorgänger angeknüpft. Besonders auf die neue Hochbegabtenklasse könne die Region stolz sein. Auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit beim Anbau hob Seggewiß hervor. "Mit großem Engagement haben Sie Ihre Handschrift eingebracht."

"Passt scho"

Während Florian Schott, Vorsitzender des Fördervereins, die Arbeit des scheidenden Direktors mit dem Lob des Oberpfälzers "Des hat scho passt" charakterisierte, drückte es Schwanecke, ehemals auch Mitglied der "Zukunftswerkstatt" und Oberfranke, so aus: "Wir hatten eine wahnsinnig super Zeit."

Da Heglmeier lange Jahre in der Direktorenvereinigung Niederbayerns - zunächst als Stellvertreter, dann als Vorsitzender - engagiert war, dankte ihm der derzeitige Vorsitzende Günther Kratzer. Keine Anreise musste dagegen Direktor Ants Serk von der estischen Partnerschule, dem Kivilinna-Gymnasium, auf sich nehmen. Er ist derzeit im Zuge des Schüleraustauschs ohnehin in der Max-Reger-Stadt zu Gast. Serk schenkte seinem Weidener Kollegen zum Abschied das Goldene Abzeichen der Schule.

Der "Kepler"-Chef bedankte sich nicht nur bei Kollegen und Rednern, sondern auch bei seiner Ehefrau Helga und den drei Kindern. Dann war Händeschütteln mit Stadträten und Kollegen angesagt.

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