26.02.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

CSU-Stadträte informieren sich im Klinikum über die Nuklearmedizin - Hochmodernes PET-CT Strahlen helfen kranken Menschen

Die CSU-Stadtratsfraktion setzt auf Nukleartechnik für die Max-Reger-Stadt - zumindest wenn es um medizinische Diagnosen geht. Eine Delegation der Christsozialen besuchte die Abteilung für Nuklearmedizin und war schwer beeindruckt von dem, was ihr Chefarzt Privatdozent Dr. Johann Schönberger zu sagen hatte.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Vor allem das seit einem Jahr eingesetzte PET-CT-Gerät interessierte die Politiker. Entsprechende Geräte gebe es erst wieder in Bayreuth oder Regensburg, erklärte Schönberger. "Um ein so modernes Gerät zu finden, müssen sie aber schon bis München fahren", fügte der Mediziner nicht ohne Stolz an.

600 Menschen seien bisher mit dem Apparat untersucht worden. Weil eine Diagnose nur etwa 20 Minuten dauert, gebe es kaum Wartezeiten für die Patienten. Dennoch sind die nicht unbedingt zu beneiden, denn die allermeisten müssen in das PET-CT, weil bei ihnen der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht.

Mit dem Gerät wird dann untersucht, ob tatsächlich ein bösartiges Geschwür vorliegt. Das verbundene CT ermöglicht es den Medizinern gleichzeitig, genau zu lokalisieren, wo der Tumor im Körper sitzt. Dazu wird den Patienten eine radioaktive Zuckerlösung gespritzt. "Tumore wachsen schnell und brauchen deshalb viel Energie", so Schönberger. Der Zucker wandere darum vor allem zu Tumoren, die durch die Strahlung dann geortet werden können.

Auch Kassen profitieren

Die Untersuchung helfe Patienten, weil sie andere Schritte überflüssig mache und so Zeit spare. Die Strahlung verlasse den Körper sehr schnell wieder. Aber auch die Krankenkassen profitieren. Zwar koste eine Untersuchung 1300 Euro. Aber Ärzte können schneller beurteilen ob eine teure Operation sinnvoll ist. Bei den Kassen setze sich diese Einsicht langsam, aber sicher durch.

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