Delegierte des Kreisverbandes bestätigen Stadtratsliste - "Rote Trümmer-Truppe" im Rathaus
CSU: Einstimmige Kür der Kandidaten

Mit dieser neu formierten Bewerbermannschaft geht der CSU-Kreisverband Weiden in die Kommunalwahlen am 16. März 2013. Bild: Wilck

Tatsächlich: Aufbruchstimmung weht durch den Postkellersaal. Nicht nur Wolfgang Pausch, den die Delegierten der Weidener CSU-Kreisversammlung mit nur einer Gegenstimme zum OB-Kandidaten wählen, ist überglücklich. "Dass ich das noch so erlebe", freut sich Ehrenvorsitzender Gerd Hofmann. Dabei meint er auch das Ergebnis der Nominierung der Stadtratskandidaten: 36 der 44 erhalten alle Stimmen, fünf 65 von 66, und drei müssen auf zwei Stimmen verzichten.

Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer begrüßt, Walter Leupold führt durch den langen Abend. Bis zu drei Minuten sollen den 44 Kandidaten für ihre Vorstellungsrede zugestanden werden. Nur wenige reizen ihre Redezeit aus. Für den OB-Kandidaten Wolfgang Pausch gibt es keinen Gegenkandidaten. Sein glänzendes Wahlergebnis stimmt die Christsozialen auch auf die Nominierung der Stadtratskandidaten ein. Jeder erlebe den derzeitigen Niedergang der ehemals großen Volkspartei, der SPD, meint Pausch, In Weiden trage dafür die "rote Trümmertruppe mit OB Kurt Seggewiß" die Verantwortung. Es habe sich bewahrheitet: "Die Sozis können mit Geld nicht umgehen. Das trifft besonders auf die Rathausführung zu. Die Kredite sind ausgereizt. Deshalb muss sie das Geld der Bürger nehmen." Dabei spielt Pausch auf die zunächst verschobene Senkung der Müllgebühren an, die von der CSU-Fraktion beantragt wurde, "weil es Spielräume gibt".

Dank SPD schläft die Stadt

Auch Leupold nimmt sich die SPD-Spitze zur Brust: Das Wort Entschleunigung könnte Kurt Seggewiß erfunden haben, denn er habe die Stadt in einen Tiefschlaf versetzt. Die Stadtentwicklung stehe still. Wolfgang Pausch wolle, dass es mit und in Weiden wieder vorwärts gehe. Dafür werde er sich voll und ganz einsetzen. Um aber auch erfolgreich sein zu können, brauche die CSU eine starke Mannschaft im Stadtrat. "Wir haben eine sehr gute Liste. Auch die Bürger werden dies so sehen." Die CSU habe bei der letzten Kommunalwahl "zu Recht Prügel bekommen". "Aber wir haben nicht aufgehört, hart zu arbeiten. Wir haben uns erneuert und verjüngt. So sehr wir die Prügel verdient haben, so sehr haben wir es verdient, dass die Dynamik wieder in diese Stadt zurückkommt."
Die Bitte Leupolds an die Delegierten um ein "großartiges Votum nun für all diejenigen, die sich auf den Weg machen, um Weiden nach vorne zu bringen", bleibt nicht erfolglos. Ohne Diskussion um Namen oder Veränderungen bei der Platzvergabe segnen die Delegierten am Dienstagabend die vom erweiterten Kreisvorstand vorberatene Kandidatenliste ab - und zwar einstimmig.

In ihrer Vorstellung verweisen die einzelnen Kandidaten auf ein teilweise umfangreiches, jahrzehntelanges Engagement in den Weidener Vereinen und Organisationen. Andere, wie etwa Kurt Haas, bezeichneten sich, obwohl schon seit 1978 Mitglied, als "das ungekannte Wesen der Weidener CSU".

"Auf geht's"

Einige äußern den Wunsch, im Hintergrund mitarbeiten zu wollen, da sie - wie Betriebswirt Daniel Leyendecker sagt - "keine Rampensäue" seien. Allen gemeinsam scheint die Freude und der Stolz darüber eigen zu sein, auf der CSU-Kandidatenliste und damit in einem "tollen Team" zu stehen. Gut zwei Drittel schließen mit einem "Auf geht's" oder "Pack mer's an". Der Bogen der Kandidaten spannt sich dabei vom Küken, der 21-jährigen Vanessa Vogel, bis hin zu den "Senioren", bei denen sich auch Hans Balk einreiht, der den Kampf gegen den Windpark Matzlesrieth anführt. "Nur die CSU hielt ihr Wort."
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