18.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Dissertation von Dr. Melanie Bayerl Leute

von Redaktion OnetzProfil

Weiden. Dr. Melanie Bayerl hat nach zweijähriger Arbeit ihren "Doktor" über die medizinische Fakultät Münster erhalten. Der Doktorvater der Schilddrüsen-Expertin ist Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl. Dr. Bayerl schrieb ihre Dissertation über "Komplikationshäufigkeit von Rekurrensparesen, Hypoparathyreoidismus und Horner-Syndrom nach Strumaoperationen und Häufigkeit von Schilddrüsencarzinomen an einem Krankengut von 437 Patienten" - mit wertvollen Ergebnissen für die Kliniken Nordoberpfalz.

Die Patienten wurden im Klinikum Weiden an der Schilddrüse operiert. Die Häufigkeit der permanenten Recurrensparesen betrug 0,24 Prozent. Nur einer von 400 Patienten hatte auf Dauer eine einseitige Stimmbandlähmung. Es gab bei keinem einzigen Patienten eine beidseitige Stimmbandlähmung. Der Durchschnitt in Deutschland liegt hier jedoch bei etwa 2 Prozent.

Die Rate der permanenten Calciumeinnahme lag bei 0,23 Prozent. Bei Vorliegen eines Karzinoms wurden diese in 82 Prozent der Fälle intraoperativ diagnostiziert. Dabei mussten die Patienten trotz Karzinom nur einmal operiert werden, weil die Komplettierungsoperation, die sonst in einer zweiten Sitzung stattfindet, sofort erfolgte.

Bei 9,9 Prozent der Patienten mit kalten Knoten (Indikation zur Operation) lag ein Schilddrüsencarzinom vor. In Deutschland sind es bis zu 5 Prozent. Durch eine strenge Indikationsstellung zur Operation und entsprechende Selektion konnte bei Weidener Patienten das Schilddrüsencarzinom früh-, bzw. rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

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