Draußen Eiseskälte, drinnen beste Unterhaltung: OWV-Musikantentreff in der Strobelhütte
Warmer Hüttenabend

Mit einer gelungenen Mischung aus gepflegter Hausmusik, zünftiger Volksmusik, Witzen und Geschichten verstanden es die Organisatoren des Oberpfälzer-Waldverein-Musikantentreffens, die gut hundert Besucher in der Strobelhütte zu begeistern. Franz Hüttner hatte ein abwechslungsreiches, ansprechendes Programm zusammengestellt.

Die Stimmung unter den Gästen war dementsprechend ausgelassen. Zu Beginn des Abends versprach der neue OWV-Vorsitzende Alois Lukas eine gute Zusammenarbeit mit Strobelhütten-Wirtin Marion Kick. Sie bekam einen Strauß Frühlingsblumen als Zeichen für das gute Miteinander - so wie mit Lukas' Vorgänger, dem jetzigen Ehrenvorsitzenden Hans Sperrer. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung war die Hütte beim Vierlingsturm proppenvoll.

Furios am Hackbrett

Bei eisigen minus fünf Grad draußen wurde den Besuchern bei den Darbietungen der Musikanten aus nah und fern schnell warm. Die schneidigen "Salleröder Boum" stellten sich mit flotten Klängen ihrer Steirischen vor. Sie spielten "Die Sterne am Himmel" herab, forderten auf: "Fliege mit mir in den Himmel hinein" - und animierten zum Schunkeln und Mitklatschen. Aus Lennersrieth und Weiden waren die Akteure der Gruppe "Hackbrett furiosa" gekommen. Andrea und Martin Zellner sowie Christine Eller begeisterten mit Hackbrettmusik, Akkordeon und sogar, bei der "Stefflpolka", mit einem ungewöhnlichen Instrument, der Okarina. Mit der "Mohrenwirt-Polka", aber auch mit leisen Melodien, zeigten die drei ihr vielseitiges Können.
Zwei "Schwergewichte", Franz und Ingrid Gericke, begleitet von Gitarrist Karl Schatz, kokettierten musikalisch mit ihrer Leibesfülle. "Griaß di Gott, du alte Hütt'n" und "I hob a mordstrumm Wamp'n" trieben dem Publikum Tränen in die Augen. Aber auch "High Society", fast original Louis- Armstrong-mäßig vorgetragen, bewies die Qualität der drei Schnaittenbacher. Gabi und Theresia Eisend, "D'Koiserweiwer" aus Nitzlbuch, beschworen den "weiß-blauen Himmel der Oberpfalz" und sorgten für Lachsalven mit teils sehr derben Gstanzln. Schließlich spielte Hubert Kiener aus Söllitz, ein Altmeister auf der Knopfharmonika, auf.

Zwischen den musikalischen Darbietungen streute Franz Hüttner lustige Geschichten ein. Vom "Katarrh und Schädelbrummen" übern "Geburtsdooch" bis zur Fastnzeit und den damit verbundenen Abnehm-Vorsätzen - alle Jahre wieder. Georg Hüttner und Franz Fröhlich kamen am Ende eines Sketches zum Ergebnis: "Am best'n sagt ma nix dazou."
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