21.04.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ein Abend voller Überraschungen: NT präsentiert Benefiz-Gala "Bibi & Friends" am 24. April - ... Soul-Röhre jodelt zu afrikanischen Rhythmen

von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Vier Bands. Vier Stunden Live-Musik. Und eine Sängerin, die ebenso lange im Rampenlicht steht: Andrea Bibel. Am Samstag, 24. 4., verleiht die 39-Jährige der Gala "Bibi & Friends" im Josefshaus ihre ganz persönliche Note. Zweieinhalb Jahre mussten die Fans auf diese Neuauflage warten. Im Oktober 2001, bei der ersten "Bibi-Gala", hatte die ebenso stimmgewaltige wie vielseitige Weidenerin zusammen mit 40 musikalischen "Friends" eingeheizt - fünf Gruppen aus Weiden und Amberg, Neumarkt und Berlin in fünf Stunden. Und kaum einer hat gemerkt, dass die Protagonistin gesundheitlich angeschlagen war.

Wie ging's damals Ihrer Stimme?

Bibel: Ein Dreivierteljahr hatten wir auf den Abend hingearbeitet. Und ausgerechnet in der Woche vorher fing ich mir eine Erkältung ein. Die gute Bühnentechnik hat mich gerettet: Ich konnte mich hervorragend hören, musste mich stimmlich nicht verausgaben. Ich war ziemlich verschnupft - aber die Stimme hielt, bis zum letzten Ton. Diesmal geht's mir gut. Bis jetzt. (Klopft drei Mal auf den Tisch)

Einem ähnlich rekordverdächtigen Konzert-Marathon steht also nichts im Wege?

Bibel: Es treten vier Gruppen auf statt fünf. Das Programm wird straffer sein als beim letzten Mal. Bis Mitternacht wollen wir das schaffen.

Die stilistische Bandbreite scheint dennoch enorm.

Bibel: Ja, los geht's mit "Reverend Rieß": fünf Stücke, nur Bass und Gesang. Die "Sunday Blade Show" spielt Soul und Funk, während die "Ramona Fink Gospel Group" mit dreistimmigem Gesang und Pianobegleitung aufwartet. Das Spannendste kommt zum Schluss: "Olduwai", benannt nach der Schlucht in Afrika, in dem die "Lucy" gefunden wurde, das vermeintlich älteste menschliche Skelett der Welt. Groovige afrikanische Rhythmen treffen auf altes deutsches, fränkisches, griechisches und spanisches Liedgut. Wir bringen das mit einem Augenzwinkern. Und ich werde sogar jodeln.

"Olduwai" war uns bisher völlig unbekannt.

Bibel: Die Gruppe hatte bei uns auch noch nie einen Auftritt. Sie stammt aus Bayreuth. Das ist überhaupt das Schöne: Das Publikum kann an diesem Abend neue Bands kennen lernen, in Zeiten, da es um Auftrittsmöglichkeiten in Weiden nicht gerade gut steht.

Wie vielen Gruppen leihen Sie insgesamt Ihre Stimme?

Bibel (überlegt): . . .sieben.

Das waren schon mal mehr.

Bibel: Einige haben sich aufgelöst: "Big Shot Familiy" oder "Voize", die noch bei der letzten Bibi-Gala dabei waren. Oder "Bluesick", "Off Duty" . . . Jede Band hat ihre Zeit.

Was war Ihre Hauptmotivation dafür, eine zweite große Gala aufzuziehen?

Bibel: Ich will's nochmal wissen! Beim ersten Mal hatten wir nicht bedacht, dass gleichzeitig das Bibliotheksfest stattfand. Eine solche "Konkurrenz" haben wir am Samstag nicht - die "Musiktage" sprechen doch ein anderes Publikum an. Ansonsten will ich hier in Weiden zeigen, was ich so alles mache. Viele verschiedene Dinge. Und wieder andere als beim letzten Mal. Bei der Show gibt es einige Überraschungen - zum Beispiel mit Pyrotechnik.

Und die "Zugabe" folgt am 1. Mai?

Bibel: Da singe ich mit "Habibi", den beiden Berliner Gitarristen, in der "basement bar". Wir stellen dort unsere neue CD vor, die gerade erschienen ist. In diesem Zusammenhang sollten die Besucher der Bibi-Gala ihre Eintrittskarten ganz genau unter die Lupe nehmen . . .

Und der Erlös der Gala kommt wieder "Dornrose" zugute?

Bibel: Ja. Zugunsten des Vereins werden auch wieder Rosen verkauft. Für mich war's beim letzten Mal sogar ein Draufzahlgeschäft. Die Leute sehen nur das Endergebnis, aber nicht den Wahnsinnsaufwand dahinter. Ich muss viel Geld investieren, für Gagen, Plakate, GEMA, und so weiter. Eine goldene Nase verdiene ich mir mit dem Konzert wirklich nicht. Gratis sind nur die schlaflosen Nächte. Die vielen Momente, in denen ich denke: Wo treibst du dich da rein?

Quält Sie vor Auftritten noch Lampenfieber?

Bibel: Nicht generell. Vor diesem schon: Es ist ja erst das zweite Mal, dass ich so etwas Großes mache. Da hast du natürlich keine Routine.

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