"Eldorado" legt gelungenen Auftritt im "Salute" hin
Gewalt und Magie

Erstmal kräftig durchatmen. Denn was die spanische Rockband "Eldorado" im "Salute" auf die Saal-Bühne zauberte, war einer der besten Auftritte seit Bestehen des Musikclubs. Die vier Iberer hatten überwiegend Songs ihrer neuen Platte "Antigravity Sound Machine" im Gepäck und können von der Qualität des Gigs her locker in die Kategorie von "Rhino Bucket" eingeordnet werden.

Dass aus Spanien mal eine so überzeugende Classic-Rock-Band kommen würde, hatte wohl vor einiger Zeit noch niemand gedacht. Sänger Jesus Trujillo, Gitarrist Andres Duende, Bassist Cesar Sanchez und Schlagzeuger Javi Planelles sind tief in diesem Musik-Stil verwurzelt. Dennoch klingen sie zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise angestaubt.

Auch wenn "Eldorado" in den Gefilden der alten Recken wie "Deep Purple", "Led Zeppelin" oder "Kansas" wildern - ihre Songs sind schon alleine durch den Gesang von Jesus Trujillo einzigartig. Dabei zeigen sie keine Scheu vor kleinen Experimenten und arrangieren gerne mal auf den ersten Blick nicht perfekt passende Elemente wie im Lied "Space Mambo", das leicht funky und mit angezogener Handbremse in einen Refrain mündet, der an die Hits der Siebziger angelehnt ist.
Aber nicht nur bei den rockigen Nummern wird schwer gepunktet: Gerade auch bei den ruhigen Stücken zeigt die Truppe songschreiberisches Format. So zeigt sie beim Rausschmeißer "Blue Day Wings" eindrucksvoll, dass eine Melodie gepfiffen werden kann, ohne dass der Schmalz gleich dickflüssig aus dem Lautsprecher triefen muss. "Eldorado" sind pure Gewalt und Magie in einem und wissen sich perfekt zu inszenieren.
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