Energietechnologisches Zentrum auf gutem Weg - Noch Platz für Gründerfirmen
Durch Beirat stärker ver-erdet

Das Energietechnologische Zentrum ("Etz") rüstet auf. Wie Geschäftsführer Matthias Rösch im Ausschuss für Energiewende berichtete, will er sich mit einem Beirat noch direkter in der Region Nordoberpfalz "ver-erden". Rund 50 Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden wären bereit, sich im Beirat zu engagieren. "Alle wollen ihre eigenen Kontakte einbringen", freut sich Rösch auf die Unterstützung.

Rösch plant auch den Aufbau eines "Weidener Energienetzwerkes" und die Gründung von Arbeitskreisen, die bei periodischen Treffen die Thema Energiewende voranbringen. Bei der Bau- und Immobilienmesse am 12. und 13. Oktober in der Max-Reger-Halle ist der umtriebige "Etz"-Geschäftsführer ebenso vertreten wie auf der "Kommunale" in Nürnberg.

In der "Etz"-Geschäftstelle sind hingegen die beiden Büros, die seit September 2012 für ein kleines Gründerzentrum freigehalten werden, nach wie vor ungenutzt. "Wir haben keine Bewerber. Das lässt sich nicht schönreden. Wir müssen uns weiter umhören."

60 Sanierer beraten

Gut angenommen werden hingegen der Vortragsservice und die Energieberatung. 60 intensive Gespräche mit Sanierern führte der städtische Bau-Energieberater Bernhard Späth. Mittelfristig wollen Späth und Rösch auch nachfragen, ob und wie die Bürger ihre Anwesen energetisch saniert haben. Bereits fest im Programm verankert sind die "Weidener Altbautage 2014". Beim Projekt "Energie-Coaching der Gemeinde" betreut Rösch ein halbes Dutzend Kommunen in der Nordoberpfalz.

Bürgermeister Jens Meyer betonte, dass hinter "Etz" inzwischen viel stehe. "Es ist erstaunlich, was Sie uns nach nur so kurzer Zeit präsentieren können."

SPD-Fraktionschef Roland Richter sprach von einem guten Start. "Sie gehen raus, um das ,Etz' bekannt zu machen, damit es als Institution wahrgenommen wird, als Dienstleister für den Bürger, für die Unternehmen und für die Kommunen. Und Sie achten immer darauf, dass auch Dritt-Mittel generiert werden können." Mit dem "Etz" bekämen die Partner einen unabhängigen Berater.

Verbrauch senken

Für die CSU beglückwünschte Bürgermeister Lothar Höher den Energie-Experten. Rösch stehe, so Höher, vor einer großen Aufgabe, denn gerade in der Minimierung des Stromverbrauches stecke das größte Potenzial der Energiewende. "Viele Bürger können und wollen ihre Gebäude nicht energetisch sanieren." Darum sei viel Überzeugungs- und Öffentlichkeitsarbeit in die Senkung des Energieverbrauches durch Verhaltensveränderung nötig.

"Es war ein richtig und wichtig, das Energietechnologische Zentrum zu gründen", sagte Höher. Die Akzeptanz dieser Einrichtung sei in der Region bereits sehr gut. "Der Tirschenreuther Landrat will auch in den Beirat gehen."
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