Ex-Frau erschossen: Acht Jahre Haft

Für drei tödliche Schüsse auf seine unheilbar kranke Ex-Frau muss ein 64-Jähriger für acht Jahren hinter Gitter. Das Landgericht Weiden sprach den Mann am Donnerstag wegen Totschlags und Betrugs schuldig. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann am 4. Oktober 2013 die an Krebs erkrankte 61-Jährige mit drei Kopfschüssen in der gemeinsamen Wohnung im Schlaf umgebracht.

Das Paar lebte trotz der Scheidung in Weiden zusammen. Die Frau hatte wegen ihrer schweren Krankheit nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten. Mit seinem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte den Fall dagegen als Tötung auf Verlangen oder als einen minderschweren Falls des Totschlags gewertet.

Ein Gutachten des Landeskriminalamtes hatte zweifelsfrei erwiesen, dass der Mann alle drei Schüsse selbst abgefeuert habe. Der 64-Jährige beteuerte dagegen bis zum Schluss, seine Ex-Frau habe den ersten Schuss abgegeben. Für Vorsitzenden Richter Walter Leupold war dagegen klar: "Die Frau wollte niemals erschossen werden." (Seite 3)
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