20.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Forderungen an die Politik: An Bedürfnissen der Patienten orientieren - Intensivere ... Kliniken AG will auch selbst überleben

"Operationen", die von der Kliniken AG finanziell allein bewältigt werden müssen und damit die jährlichen Betriebsergebnisse belasten: Die neuen Parkplätze auf dem ehemaligen Augustiner-Gelände sind Ersatz für die Stellflächen in der Krankenhaus-Tiefgarage. Diese muss ab 2015 mit Millionenaufwand saniert werden. Bild: Götz
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Mit diesen wesentlichen Veränderungen aber wollen es die Kliniken Nordoberpfalz AG mit ihren acht Standorten zwischen Waldsassen, Kemnath und Vohenstrauß zumindest vorerst denn auch bewenden lassen.

Dem aktuellen Geschäftsbericht ist zu entnehmen, dass keine weiteren einschneidenden Strukturveränderungen geplant sind. Vorantreiben will Vorstand Josef Götz allerdings die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern, zum Beispiel dem Klinikum Amberg. Nur so lassen sich die inzwischen hochwertigen medizinischen Leistungen in der Region sichern.

"Schwarze Null"

Um dies zu gewährleisten, hat Götz aber auch einige Forderungen an die Politik. So müssen zwingend notwendige Investitionen zu einem erheblichen Teil aus Eigenmitteln getätigt werden. Aktuell in Weiden geht es um die Anlage von Parkplätzen auf dem ehemaligen Augustiner-Gelände. Sie ersetzen die Stellflächen in der Tiefgarage des Krankenhauses, die ab 2015 mit Millionenaufwand saniert werden muss. Eine erhebliche Belastung, die natürlich auf die Jahresergebnisse durchschlägt.

Nach einem Minus im Jahr 2012 in Höhe von 3,6 Millionen Euro war das Ergebnis von 2013 übrigens für die Kliniken AG entgegen dem Landes- und Bundestrend leicht positiv, eine sogenannte "schwarze Null", wie man kleine Gewinne in Höhe von 200 000 Euro auch bezeichnet. Dadurch konnte der Bilanzverlust um diesen Betrag leicht auf 5,08 Millionen Euro verbessert werden. Die Krankenhausleistungen nahmen von 138,1 auf 146,3 Millionen zu, die Reha-Leistungen von 5,2 auf 5,7 Millionen. Allein für die Beschäftigen zahlte die AG als größter Arbeitgeber in der Region 120 Millionen Euro. Rund 2800 Mitarbeiter teilen sich 1985 Vollzeitstellen. Bei der Gründung der AG im Jahr 2006 waren es noch 179 weniger.

Fachkräftemangel droht

Im Geschäftsbericht fordert Götz vom Gesetzgeber bessere Arbeitsbedingungen vor allem "für die Mitarbeiter, die am Patienten arbeiten". Sonst bleiben Ausbildungsplätze frei und es droht Fachkräftemangel. Insgesamt, so der Vorstand, müsse sich die Qualitätsdiskussion an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. "Die Abrechnungsoptimierung darf nicht die Triebfeder sein."

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