20.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Fußball-Bayernligist wirft SV Seligenporten mit 1:0 aus dem Rennen - Erneut trifft Stefan Graf SpVgg SV im Pokal-Achtelfinale

Die Überraschung in der zweiten Hauptrunde des bayerischen Toto-Pokals ist perfekt. Am Dienstagabend setzte sich die SpVgg SV Weiden vor 250 Zuschauern im Sparda-Bank-Stadion mit 1:0 (1:0) durch. Schütze des entscheidenden Tores war Stefan Graf.

Die SpVgg SV Weiden verdiente sich den 1:0-Pokalsieg über den Regionalligisten SV Seligenporten dank einer guten ersten Halbzeit. In dieser Szene scheiterte Ralf Egeter an SV-Torwart Dominik Brunnhübner. Bild: Schwarzmeier
von Autor LSTProfil

Die Gastgeber durften sich neben dem Einzug ins Achtelfinale, das am 3. September gespielt wird, auch über einen Siegerscheck in Höhe von 300 Euro freuen, den nach dem Schlusspfiff Bezirksspielleiter Thomas Graml und Lotto-Bayern-Vertreter Stephan Luger überreichte.

"Mit Seligenporten haben wir ein Gegner, gegen den wir bestehen können", schätzte Stadler die Lage vor der Partie ein, der es zudem mit dem Zitat von Peter Neururer, dem Coach des VfL Bochum hielt. Der hatte nämlich vor dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart gesagt: "Eine Pokalüberraschung würde mich nicht wundern."

Allerdings baute der Weidener Coach seine Anfangsformation gegenüber dem 2:0 im Derby in Amberg gleich auf fünf Positionen um. Für Dominik Forster stand von Beginn an Tomislav Galovic zwischen den Pfosten. Wie angekündigt fehlte zudem der verhinderte Christoph Hegenbart, während Johannes Kohl, Thomas Wildenauer und Johannes Scherm zunächst nur auf der Auswechselbank saßen. Für sie starteten Martin Schuster, Benjamin Scheidler, Benjamin Burger und Andreas Koppmann, was aber dem Spielfluss überhaupt keinen Abbruch tat.

Kein Klassenunterschied

Es entwickelte sich vom Anpfiff weg eine offene Partie, in der ein Klassenunterschied nicht erkennbar war. Wie schon gegen Amberg hielten sich die Gastgeber konsequent an die taktischen Vorgaben, standen in der Abwehr sicher, störten das gegnerische Aufbauspiel frühzeitig und warteten auf die Fehler des SVS. Der wiederum fand kaum ein Mittel, um die SpVgg SV-Defensive auszuhebeln. Viel spielte sich daher im Mittelfeld ab, Strafraumszenen waren in der ersten Halbzeit Mangelware.

Die besseren Chancen hatte Weiden, das nach knapp einer halben Stunde in Führung ging. Thomas Schneider tankte sich bis zur Grundlinie durch, brachte das Leder noch irgendwie nach innen. Dort hielt Graf die Fußspitze hin und erwischte SVS-Keeper Dominik Brunnhübner auf dem falschen Fuß, der Ball trudelte zum durchaus verdienten 1:0 in die Maschen (29.).

Nur 60 Sekunden später dann fast das 2:0 für die Schwarz-Blauen, als erneut der stark agierende Schneider die Seligenportener Abwehr auf der halblinken Seite alt aussehen ließ. Aus acht Metern hielt der Weidener Mittelfeldmotor drauf, Brunnhübner klärte gerade noch zur Ecke. Keine Chance hätte er aber in der 40. Minute bei einem Lieder-Freistoß aus 16 Metern gehabt: Allerdings touchierte der flache Schlenzer nur den rechten Außenpfosten, so dass es beim verdienten 1:0 für Weiden zum Seitenwechsel blieb.

Seligenportens Coach Schlicker reagierte in der Halbzeitpause und brachte für Stefan König Marco Christ, der für mehr Schwung sorgen sollte. Die SpVgg SV hingegen ging in unveränderter Aufstellung ins Rennen. Die Gäste kamen auch aggressiver aus der Kabine, kombinierten schneller, allerdings sprang zunächst noch nichts Zählbares heraus. Bis zur 52. Minute, als Christ einen Freistoß von links in den Strafraum zirkelte. Galovic ließ nach vorne abprallen, Julian Schäf traf im Nachschuss, stand aber im Abseits, genauso wie Patrik Nagy kurz danach.

Der SVS investierte in der Folgezeit wesentlich mehr und schnürte die Wasserwerk-Elf immer weiter in deren Hälfte ein, die auf Konter setzte. Einer davon musste das 2:0 sein: Egeter steckte auf Burger durch, der alleine vor SVS-Keeper Brunnhübner auftauchte, aber den Ball aus 14 Metern rechts am Pfosten vorbeischob (59.).

Mit Glück und Geschick

Auf der Gegenseite musste Galovic bei einer Doppelchance durch Rico Röder und Patrick Schwesinger (68.) schon sein ganzes Können aufbieten, um den Kopfball und dann den Flachschuss zu klären - Seligenporten drückte mächtig aufs Tempo und wollte den Ausgleich. Weiden war nur noch mit Defensivaufgaben beschäftigt und konnte kaum für Entlastung sorgen. Zudem schwanden die Kräfte bei den Gastgebern zusehends. Aber mit Glück und Geschick retteten sie den Sieg über die Zeit.

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