Gedenken an Tschernobyl: Bürgerinitiative plant Aktionen
Endlich abschalten

Der Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen bereitete Aktionen vor. Unter anderem für Samstagvormittag am Oberen Markt. Bild: zpe

Heute jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 27. Mal. Die Weidener Bürgerinitiative (BI) gegen die Errichtung einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage und sonstiger atomarer Anlagen demonstriert deshalb am Samstag um "fünf vor elf" am Oberen Markt.

Wie Sprecherin Hilde Lindner-Hausner bei einem Treffen im "Bräustüberl" erklärte, wolle man erneut dazu aufrufen, die Reaktoren endlich abzuschalten. "Es muss schneller gehen. Wir sammeln Unterschriften zur Ausgestrahlt-Aktion. Es darf einfach nicht sein, dass hier weiterhin Atommüll produziert wird und keiner weiß, wohin damit."

Ihr Slogan: "Was du heute nicht kannst entsorgen, das verschiebe nicht auf morgen." Hilde Lindner-Hausner fügte hinzu: "Die Sache mit dem Endlager wird uns in den nächsten Jahren ins Haus stehen. Da kommt sicher noch ganz viel auf uns zu." Die BI hofft nun auf möglichst große Resonanz. Um 10.55 Uhr stellen sich die Beteiligten zu einer Gedenkminute auf. Zwischen 10 und 12 Uhr betreibt die BI einen Infostand vor dem Brunnen. Sicherlich würden auch am Tschernobyl-Tag selbst Mahnwachen abgehalten. "Und am Samstag in ganz Deutschland." Beschlossen wurde ferner, der Bayernallianz beizutreten, einer Allianz aus Initiativen ohne politische Parteien. Bereits zusammengeschlossen seien die BI Gundremmingen, Günzburg, Landshut und "Mütter gegen Atomkraft." Zudem will man sich an der Ausstellung "Vereint" des Weidener Kunstvereins beteiligen.
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