27.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gericht: Crystal-Konsumentin am Steuer erwischt - Drei Monate auf Bewährung Verräterische Hibbeligkeit

von Autor hczProfil

Sie hat schon längere Zeit ein Drogenproblem. Das müsse sie unbedingt angehen - und zwar bald. Dies schrieb Dr. Alexander Wedlich einer 31-Jährigen ins Urteil. Vor dem Strafrichter hatte sich die junge Frau aus dem westlichen Landkreis Neustadt/WN am Montag wegen Rauschgiftbesitzes und einer Autofahrt unter Drogeneinfluss zu verantworten. Am Ende bekam sie dafür drei Monate auf Bewährung.

Im April hatte die Polizei die Ledige bei einer "verdachtsunabhängigen Kontrolle" mit Methamphetamin im Blut erwischt. 540 Nanogramm pro Milliliter ergab später die chemisch-toxische Untersuchung. Stutzig waren die Beamten durch das "hibbelige Verhalten" der Fahrerin geworden, berichtete einer von ihnen im Zeugenstand. Dauernder Bewegungsdrang während der Kontrolle, Redseligkeit und erweiterte Pupillen hätten das Bild abgerundet. Die Frau habe sich dann aber sehr kooperativ gezeigt, sofort zugegeben, Crystal genommen zu haben, und den Beamten auf Nachfrage auch gleich in ihrer Wohnung verstecktes Methamphetamin gezeigt: 0,2 Gramm.

Vier Einträge im Register

Die Kooperation und das volle Geständnis hielt Staatsanwaltschaft-Gruppenleiter Christian Härtl der Angeklagten zugute. Negativ wirkte sich jedoch ihr Vorstrafenregister aus: Nach einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung im Jahr 2003 und wegen falscher Verdächtigung im Jahr 2004 war sie 2007 und 2011 wegen Rauschgiftdelikten schuldig gesprochen worden. Fünf Monate waren ihr, wenige Monate vor der neuen Tat, wegen durchgehaltener Bewährung erlassen worden.

Härtl plädierte auf viereinhalb Monate, die noch einmal zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Richter Dr. Wedlich gab schließlich dreieinhalb. Als Auflage muss die Arbeiterin außerdem 500 Euro an die Kinderkrebshilfe bezahlen.

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