Gewerkschaft diskutiert mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck - Beförderungsstau eingeräumt
Personalmisere bei der Polizei

Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirksgruppe Oberpfalz, hatte zu einem Bezirksgruppentag mit Neuwahlen eingeladen. Satzungsgemäß wurde eine neue Vorstandschaft für die nächsten fünf Jahre gewählt. Außerdem stand Innenstaatssekretär Gerhard Eck an diesem Tag den Delegierten des Bezirksgruppentages der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Rede und Antwort und vertrat die Politik seiner Regierung, die er als Erfolg verkaufte.

Einstimmig wurde der bisherige Vorsitzende Gerhard Knorr in sein Amt wiedergewählt. Als Vertreter bestätigt wurden auch Kurt Kopf, Heinz Preßl und Hermann Gammer. Neu hinzu kamen Sieglinde Scharnagl und Patrick Reichel. Keine Änderungen gab es auch bei der Wahl von Karl Pfeilschifter zum Finanzvorstand und Harald Kozuch zum Schriftführer.

Bei den weiteren Beisitzern für die Personengruppen Frauen fiel die Wahl auf Nicole Bielke und Andrea Neumeier, für den Bereich Senioren auf Reinhold Preßl und Hans Schmied und für die Junge Gruppe auf Ferdinand Prösl. Leicht machten es dem Innenstaatssekretär die Polizeigewerkschaftler an diesem Tag nicht. Eck hatte vor den versammelten Polizisten Stellung bezogen zum Hauptdiskussionspunkt Personalmisere der Oberpfälzer Polizei und vieles mit Statistiken belegt.

Mehr Personal in Bayern

"Wir haben den höchsten Personalstand aller Zeiten", erklärte Eck und belegte dies mit Zahlen, die vor allem auf die Neueinstellungen hinwiesen. Nur der Freistaat Bayern erhöht das Personal in der Bundesrepublik. Den Umstand des Beförderungsstaus räumte er ein.
Die Stimmung der Beamten auf der Straße kam in der ersten Wortmeldung deutlich zum Ausdruck. "Jetzt wurde uns ein rosarotes Bild der Oberpfalz gemalt", erklärte ein Delegierter. Er sprach ganz offen von einem Personalmangel, für den die CSU verantwortlich sei. Dies belegte er mit Zahlen. 50 Personalzuweisungen im Jahr 2013 stehen 64 Pensionsabgänge entgegen. Der Applaus der Kollegen war ihm sicher.

Staatssekretär Eck ließ sich nicht beirren und wies auf die Maßnahmen der Staatsregierung zur Beseitigung der Personalmisere hin. Den Vorwurf zu spät reagiert zu haben, musste er sich aber gefallen lassen.

Pensionsabgänge ersetzen

Auch weitere Wortmeldung gingen in die gleiche Richtung. Bezirksvorsitzender Knorr bedauerte, dass bei der Verteilung des Personals nur Pensionsabgänge ersetzt würden. "Was hilft der höchste Personalstand bei der Polizei, wenn die jungen Kollegen alle im Ballungsraum landen und die Flächendienststellen leer ausgehen?" Staatssekretär Eck versprach, dies in Zukunft zu berücksichtigen.
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