Großausstellung des Modellbauclubs im Eisstadion: Boote, Laster und jede Menge Flugmaschinen
Nautilus und 100 fliegende Modelle

Christian Maibach und sein Stellvertreter Albert Dotzler waren zufrieden, wenngleich die Besucherscharen etwas üppiger hätten ausfallen können. "Wir arbeiten kostendeckend", zog der Vorsitzende des Weidener Modellbauclubs (MBC) Bilanz für die erste Großausstellung seit 18 Jahren. Für die Besucher optimal: Viel Platz zum Stöbern und Staunen.

Natürlich war die Konkurrenz riesig: Verkaufsoffener Sonntag, die Gärtnereien präsentierten sich. Aber eine Woche früher ging nicht. "Da war hier noch Eis." Und nächste Woche? "Frühlingsfest!" Die Flugzeugbauer stellten in der "Hans-Schröpf-Arena" 100 flugtüchtige Modelle aus. Hinter einem Sicherheitsnetz flogen Hexen, und Styroporflugzeuge.

Acht Jahre gebaut

"Der komplette Warenwert unserer Flugzeugmodelle beläuft sich auf 250 000 Euro", sagt Maibach. Das teuerste Modell sei ein Düsenjet mit 17 000 Euro Herstellungskosten. Auf 13,5 Meter Spannweite brachte es ein Segler, an dem Nichtmitglied Peter Kick über acht Jahre lang gebaut hat. Daneben wurden selbstgebastelte Dampfmaschinen gezeigt.

Besonders bei den Kindern beliebt waren maßstabsgetreue Miniatur-Laster mit echter Hydrauliksteuerung, die vor den Augen der Besucher Sandberge abräumten. Die Flieger boten Flächenflugzeuge, Motormaschinen mit Kolben- und Turbinenantrieb, Segler und Hubschrauber. "Alles, was das Spektrum an Modellbau hergibt, ist hier vertreten."
Auch ein Sponsorpilot präsentierte drei Einzelanfertigungen seiner Großmodelle. "Er fliegt damit weltweit. Das sind zwar Bausätze, aber nicht von der Stange zu haben." Bewundernswert waren die vielen unterschiedlichen Designs und Speziallackierungen. Der MBC habe 90 Mitglieder, erklärte Maibach. "40 haben sich an der Ausstellung beteiligt."

Jürgen Behrendt, Chef des Weidener Schiffsbauclubs, ist ebenfalls mit zwölf Leuten seiner Mannschaft vor Ort. Ihre 26 Schiffe lagen auf Werft oder schipperten im Ostteil der Eissportarena. Sogar ein aufblasbares Großbecken hatten sie mitgebracht. Tauchversuche mit der neuen, originalgetreuen "Nautilus" aus dem Jules Verne Klassiker waren wegen der geringen Tiefe leider nicht möglich.

Die Besucher konnten am Beckenrand unter anderem mit verfolgen, wie ein Krabbenkutter seine Netze auswarf. Vorgestellt wurde das "Boxboot", ein Prototyp, wie Behrendt versicherte. Das rammfähige Modell, das von den Mitgliedern entworfen wurde, soll in Serie gehen und beim Kinderbürgerfest faszinieren.
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