15.01.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Großer Andrang bei Informationsveranstaltung zur Sprengeländerung - Neues Gespräch vereinbart Nicht alle Eltern sind überzeugt

Die Aufregung um die geplante Sprengeländerung im Bereich der Pestalozzischule lässt nicht nach. Bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend in der überfüllten Turnhalle prallten die unterschiedlichen Meinungen aufeinander. Auch die Elternschaft ist gespalten.

von Volker Klitzing Kontakt Profil

So sieht ein Flügel, für den die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Schubert-Tannhäuser steht, die Notwendigkeit ein, dass die Grundschule an der Pestalozzischule nicht zu erhalten ist. Diese Elternsprecher sind stark an der Entscheidungsfindung beteiligt und haben inzwischen auch selbst einen Kompromissvorschlag zur Sprengelaufteilung eingebracht.

Die andere Seite vertritt in erster Linie der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft "Krumme Äcker", CSU-Stadtrat Wolfgang Pausch. Diese Gruppe ist der Meinung, dass die Pestalozzischule künftig als Grund- und Hauptschule mit den Jahrgangsstufen eins bis neun geführt werden sollte, notfalls in der "Sparlösung" mit jeweils nur einer Klasse. Die Eltern sorgen sich wegen der Busfahrten oder eines zu langen Schulweges.

Vom "Neuen Tag" speziell auf die "Sparlösung" angesprochen, sagte Leitender Schulamtsdirektor Engelbert Vollath, die Regierung in Regensburg werde diese Lösung nicht genehmigen. Um noch einmal alle Möglichkeiten auszuloten, findet am 28. Januar ein weiteres Gespräch statt. Der Gesamtelternbeiratsvorsitzende Karl Alt lädt dazu alle betroffenen Elternbeiräte der Schulen und auch der Kindergärten aus den Ortsteilen Lerchenfeld, Stockerhut und Rothenstadt ein.

Den derzeit aktuellsten Stand erläuterte Barbara Schubert-Tannhäuser. Danach wird im Sprengel eine neue Grenze gezogen. Sie verläuft auf Höhe des Fuß- und Radwegs, der aus dem Neubaugebiet "Krumme Äcker" nach Frauenricht führt. Die nördlich davon wohnenden Kinder gehen künftig in die Albert-Schweitzer-Schule, die anderen werden mit dem Bus zur Hans-Sauer-Schule gebracht. Die Elternbeiratsvorsitzende schlug zudem vor, das zum nächsten Schuljahr bereits die zweiten und dritten Klassen mit ihren Lehrern in die Albert-Schweitzer-Schule wechseln sollten. Andererseits wechseln die fünften und sechsten Klassen aus den beiden Schulen in die Pestalozzischule. Diese erhält zudem einen M-Zweig, der zur Mittleren Reife führt.

Nach der Begrüßung durch den "Hausherrn", Rektor Roland Schwertsik, schilderte Vollath den problematischen Ist-Zustand, der zum Handeln zwinge. Die Pestalozzischule sei an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit angelangt, die Albert-Schweitzer-Schule dagegen drohe wegen Schülermangel unterzugehen. Rektor Karl Spachtholz habe schon länger vor der Gefahr gewarnt.

Sowohl Vollath als auch Schwertsik wiesen Vorwürfe zurück, sie hätten zu spät informiert. Die Elternbeiräte seien umgehend eingeschaltet worden. Schubert-Tannhäuser habe dann diese Informationsveranstaltung angeregt. Die Rektorin der Hans-Sauer-Schule, Renate Reger, verwahrte sich gegen Inhalte eines Flugblatts, in dem versucht worden sei, ihre Schule schlecht zu machen. Sie kündigte einen "Tag der offenen Tür" an. Jeder könne sich selbst von der hervorragenden Ausstattung und der geleisteten guten Arbeit überzeugen.

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