05.09.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Grüße aus Albanien

von Redaktion OnetzProfil

(rti/rdo) Im Fachjargon heißt es Entweichung. Der Volksmund nennt es Gefängnisausbruch. Und zwei spektakuläre gab es im Jahr 2000 aus der Justizvollzugsanstalt Weiden, wie JVA-Abteilungsleiter Regierungsrat Johann Betz bei einem Besuch der Freien Wähler berichtet.

Ein Inhaftierter nutzte damals einen Arztbesuch zur Flucht - er hatte wegen einer selbst zugefügten Fleischwunde in medizinische Behandlung gemusst. Seitdem fehlt jede Spur von dem Häftling. Im zweiten Fall gelang einem Albaner in einem günstigen Augenblick die Flucht mittels Abtransportes in einem Pappkarton. Dieser Ausbrecher verschwand aber nicht spurlos. "Er schrieb nach etlichen Wochen von Albanien aus eine Karte an einen JVA-Kumpanen in Weiden, dass er dort gut angekommen sei", erinnert sich Betz. Das ist aber auch schon die einzige Spur. Der Häftling wurde nie geschnappt.

Seit 2000 ist niemand mehr entwichen. Warum das so ist? Liegt es etwa an den verbesserten Sicherheitsvorkehrung? Für Betz sind das nur Vermutungen. Und mit einem Augenzwinkern gibt er eine weitere mögliche Erklärung: "Vielleicht ist es so schön bei uns."

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