Heilerziehungspflege und Maschinenbautechnik: Angebot startet im September in Stockerhut
Neue Fachschulen für Weiden

Mit vereinten Kräften geschafft: In Weiden entstehen zwei neue Fachschulen. Darüber freuen sich (von links): die BFZ-Koordinatoren Richard Ring und Tina Faltenbacher, Bereichsleiter Bernhard Lang von der Arbeitsagentur, der Leiter der Techniker-Schule, Heribert Mohr, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, BFZ-Leiterin Birgit Gerlach-Kneißl und der Leiter der Europa-Berufsschule, Josef Weilhammer. Bild sbü
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
09.08.2014
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"Weiße Flecken auf der Landkarte der Schulen sind jetzt geschlossen." Das stellte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß erfreut fest. Es gibt ab sofort zwei neue Fachschulen in Weiden: eine für Heilerziehungspflege und eine für Maschinenbautechnik.

Beide starten im September am Stockerhutweg mit dem Betrieb. Träger ist jeweils die gemeinnützige BFZ GmbH. "Vor drei Jahren haben die ersten Gespräche begonnen, jetzt können wir Vollzug melden", berichtet Birgit Gerlach-Kneißl, Leiterin des BFZ Weiden bei einer Informationsveranstaltung zu den beiden Einrichtungen.

Über 60 Plätze

Gemeinsam mit der Europa-Berufsschule und mit Unterstützung der Stadt sei darum gerungen worden. Nun liegt die Genehmigung vor, der Schulbetrieb kann im BFZ-Gebäude und in den Räumen der Berufsschule beginnen. Gut 60 Ausbildungsplätze werden insgesamt eingerichtet. Rund zwei Drittel entfallen auf die Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe. Mit einer Klasse von circa 16 Schülern beginnt die neue Fachschule für Maschinenbautechnik.

Noch seien Anmeldungen möglich, sagte Heribert Mohr, ehemaliger Leiter der Berufsschule und jetzt Chef der "Privaten Fachschule für Maschinenbautechnik". Unterstützung bekommt er durch Richard Ring vom BFZ, der als Koordinator auch die Verwaltungsarbeiten organisiert. Für die Fachschule für Heilerziehungspflege ist Tina Faltenbacher vom BFZ als Organisatorin und Koordinatorin zuständig.

Die beiden neuen Bildungseinrichtungen qualifizieren für Berufe, die "absolut gute Chancen" auf dem regionalen Arbeitsmarkt bieten. Davon zeigte sich Bernhard Lang, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit in Weiden, überzeugt. Heilerziehungspfleger - einschließlich der Helfer - arbeiten unter anderem in Einrichtungen für Behinderte, in integrativen Kindertagesstätten und in der Jugendhilfe. Maschinenbautechniker werden von der expandierenden regionalen Exportindustrie, den Automobilzulieferern und den mittelständischen Betrieben der Metallbranche dringend benötigt.

Zusammen mit der neuen Fachschule für Elektrotechnik in Weiherhammer verfüge die Region nun über zusätzliche heimatnahe Ausbildungsmöglichkeiten, erklärte Seggewiß. Das Dankeschön des OB galt auch "dem Trio BFZ, Europa-Berufsschule mit ihrem Leiter Josef Weilhammer sowie der Arbeitsagentur".

In Teil- und Vollzeit

Schüler in beiden Einrichtungen können mit Ergänzungsprüfungen auch die Berechtigung zum Studium erwerben. Auch der Praxisbezug kommt nicht zu kurz. Die Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer gibt es in Teilzeit, alle anderen Abschlüsse in Vollzeit- und Teilzeitform. Die neuen Ausbildungsgänge sind für Berufseinsteiger genauso wie für Wiedereinsteiger geeignet. Förderungen durch BAföG oder nach dem Sozialgesetzbuch III sind laut Gerlach-Kneißl grundsätzlich möglich, sollten aber im Einzelfall vorher abgeklärt werden.

Weitere Informationen, auch zu den Zugangsvoraussetzungen, gibt es auf www.schulen.bfz.de oder im Sekretariat der Schulen am Stockerhutweg 46a/b, Telefon 0961/389 48-0.
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