Hochschulstadt Eichelberg: Schildbürgerstreiche mit Ortstafeln

Bilder: Kerstin Saal
Die Reise startet in der Schirmitzer Postkellerstraße. Von dort geht es am Ortsausgang wenige hundert Meter weiter nach Norden. Die Straße heißt jetzt Schirmitzer Weg und führt direkt in den Nachbarort Eichelberg. Eichelberg? Moment. Das gehört doch zu Pressath. Trotzdem wähnten sich am Donnerstag einige Autofahrer im westlichen Landkreis statt in Weiden-Ost, wo sie in Wirklichkeit waren. Der Grund war ein Schildbürgerstreich: Witzbolde hatten das eigentliche Ortsschild durch das Eichelbergs ausgetauscht, wie die Polizei berichtet. Am Ortseingang von Eichelberg prangte im Gegenzug: "Hochschulstadt Weiden". In einem vorbildlichen Akt interkommunaler Zusammenarbeit brachten Bauhof-Mitarbeiter beider Gebietskörperschaften die Tafeln wieder in heimatliche Gefilde zurück. "Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch von einem Spaß reden", kommentiert Polizeihauptkommissar Karl Gaach, "mittlerweile nicht mehr".

Denn am Freitagvormittag hatte dieses verspätete Walpurgisnacht-Treiben eine neue Dimension bekommen. Eine höchst komplizierte noch dazu. Autofahrer, die von Altenstadt nach Weiden tuckerten, empfing plötzlich das Ortsschild Theisseil. Der kleine Ort wiederum war mit einem Mal ausweislich der Tafel am Eingang zum Oberzentrum geworden. Am Schirmitzer Weg, wo doch gerade erst wieder alles in Ordnung gebracht worden war, prangte plötzlich "Leuchtenberg". In Leuchtenberg wiederum "Mantel", in Mantel "Weiden-Frauenricht", Latsch war "Parkstein" und Parkstein firmierte als "Latsch". Puh!

Die Hütchenspieler, die sich das ausgedacht haben, werden grinsen. Gaach sieht darin aber "ganz und gar keinen Scherz". Mehrere hundert Euro an Steuergeldern koste es schließlich, alles wieder in Ordnung zu bringen. Deshalb bittet die Polizei auch um Hinweise unter Telefonnummer 0961/401-320.
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