Julia Rupprecht gehört zu den ersten Auszubildenden
Neuer Beruf: Notfallsanitäter

Weiden. (ps) Premiere ist am 1. Oktober. Dann startet der erste Ausbildungsgang zum Notfallsanitäter. Ein Berufsbild, das es erst seit Januar gibt. Und Julia Rupprecht ist dabei. Die 21-Jährige aus Luhe hat beim Bewerbertag an der Berufsfachschule für Notfallsanitäter in Bayreuth als Zweitbeste von knapp 40 Teilnehmern abgeschnitten. Ein Umstand, auf den Peter Lischker und Edeltraud Sperber mehrfach hinweisen. Kein Wunder: "Wir sind echt stolz auf sie."

Julia geht ihren Wunschberuf zielstrebig an. Als Bufdi ist sie noch bis September beim Kreisverband Weiden-Neustadt im Einsatz. So ganz nebenbei hat sie bereits ihren Rettungssänitäter gemacht. Das heißt: Eine Woche Lehrgang, vier Wochen Praktikum in einer Klinik, 160 Stunden in der Rettungswache und noch einmal 40 Stunden Ausbildung in der Abschlusswoche. Peter Lischker hebt hervor: "Das Ganze endet mit einem sehr schwierigen Test, den Frau Rupprecht auf Anhieb bestanden hat."

Ursprünglich wollte Julia 18 Monate lang Bundesfreiwilligendienst leisten. Wegen der Ausbildung hat sie nun auf ein Jahr verkürzt. Im Gegensatz zu Zivildienstleistenden früher ist dies für Bufdis möglich. Sie haben lediglich eine 14-tägige Kündigungsfrist. Schließlich leisten sie den Dienst freiwillig.

Doch Julia bleibt ja beim Fach. Mit ihr gemeinsam starten zwei weitere Jugendliche beim BRK-Kreisverband die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Dessen Kompetenzen reichen noch weiter als die des Rettungsassistenten. Lischker: "Er darf teilweise Aufgaben des Notarztes übernehmen, kann zum Beispiel bestimmte Medikamente applizieren." Für die Azubis bedeutet das: 6 Wochen Schule, 4 Wochen Rettungswache, 1 Woche Klinikum - und das drei Jahre lang im Wechsel. Bis sich das neue Berufsbild gefestigt hat, wird noch einige Zeit vergehen. Lischker: "Fachleute rechnen damit, dass es in 10 Jahren normal ist, dass der Notfallsanitäter auf dem Beifahrersitz Platz nimmt."
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