Kein Zittern
Angemerkt

Sonderbar geht er zu Ende, dieser Sommer. Kalt war er. Und er war die Zeit, in der sich Menschen reihenweise Eiswasser über ihr Haupt schütteten. Aber mögen das manche auch mit Kopfschütteln quittieren, im Schätzlerbad wird beides seine konsequente Fortsetzung finden: Winterbaden soll es dort künftig geben. Ab in den Weiher zur kalten Jahreszeit, gerne auch in einem Loch in der Eisdecke.

Neuer Steg, neue Kabinen, und, und, und: Es wäre die gefühlt hundertste Neuerung innerhalb weniger Jahre im "Schätzler". Und wäre wieder eine Idee, für die man sich erwärmen könnte. Weil der Schwimmverein damit sein großes Kapital, das wunderschöne "Schätzler"-Gelände, ein Stück weiter auch außerhalb der kurzen Badesaison nutzt und aus dem winterlichen Dornröschenschlaf holt. Alles andere wäre ja schade.

Sehr wohl bedauerlich ist dagegen, dass der Verein mit solchen zusätzlichen Angeboten keine wirkliche zusätzliche Einnahmequelle erschließen kann. Dabei wäre die hochwillkommen, nachdem der nasse Sommer wie eine kalte Dusche auf die Bilanz wirkte. Trotzdem bleibt dem "Schätzler" ein Trost eben wegen der vielen Neuerungen: Es ist so gut aufgestellt, dass keiner vor der Zukunft zittern muss. Vorausgesetzt nur, nicht jeder künftige Sommer wird so sonderbar wie dieser.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/

Polizeibericht

Gefährliche Verführerin

Weiden. (fku) Sie muss "sicher bildhübsch" gewesen sein, mutmaßt die Polizei. Die Schönheit, um die es geht, ist eine Russin, die ein 72-Jähriger Anfang des Jahres über eine Internet-Singlebörse kennenlernte. Die Frau (oder die Person, die sich als diese Frau ausgab) machte bei dem Weidener Eindruck. Bald "war's um den Mann geschehen, zumal gar von Heirat die Rede war", berichtet die Polizei. Allerdings folgte eine bittere Enttäuschung.

Denn vor der Liebe kam erst einmal das Geld: Die Dame gab an, einiges davon zu brauchen. Sie müsse noch Schulden abzahlen und Visum sowie Reise zu ihrem künftigen Ehegatten finanzieren. Ob der ihr nicht helfen könne? Der 72-Jährige überwies. Und überwies. Am Ende fast 17 500 Euro. Nur: Dem Liebesglück kam der Mann damit nicht näher. Vielmehr erwies sich das Ganze als Schwindel, er erstattete Anzeige. Ob sich so wenigstens der finanzielle Schaden begrenzen lässt, scheint aber zweifelhaft, so die Polizei: "Das Geld wird er wohl eben so wenig mehr sehen wie die bildhübsche und verführerische Russin."

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Kreisseite

Frontal in Laster

Ein 49-Jähriger Weidener starb bei einem Unfall zwischen Etzenricht und Kohlberg. (Seite 20)
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