Keine Spur von den Hundstagen

Die Temperaturen bleiben Mist, wenn man sie im Schatten misst, aber in der Sonne und windgeschützt geht's eigentlich, wenn sie denn scheint. Mehr als viel ironische Schönrederei mit "Wenn und Aber" ist das natürlich nicht, denn derzeit sollten eigentlich die "Hundstage" stattfinden, also die heißeste Zeit des Jahres.

Faktisch ist es aber so kalt wie seit Ende Mai nicht mehr. Nachttemperaturen weit unter 10 Grad und erster schwacher Bodenfrost in nordoberpfälzischen Kältelöchern setzen dem Ganzen noch eins oben drauf. Auch für die neue Woche haben führende Wettermodelle eine aufkeimende Hoffnung auf ein Sommer-Comeback regelrecht vernichtet. Man sollte also nichts mehr erwarten und sich über die kleinen Beigaben zwischendurch freuen.

Es ist doch schon mal solch ein kleines Häppchen, wenn man hört: "Heute bleibt es trocken." So nämlich an diesem Freitag, auch wenn gelegentlich ein paar Wolkenfelder durchdriften. Die bleiben aber harmlos, und zwischendurch scheint immer wieder die Sonne. Insgesamt gibt's etwa sechs bis acht Stunden davon, aber die Temperaturen haben es in sich. Morgens verbreitet nur 3 bis 7 Grad und vereinzelt geringer Bodenfrost, tagsüber auch nur magere 17 Grad in Neukirchen, 18 in Gebenbach und 20 in Amberg.

Der Samstag startet noch fröhlich- freundlich, die Sonne versteckt sich aber zum Mittag immer mehr hinter dichten Wolkenfeldern, die dann am Nachmittag hier und da einzelne Schauer fallen lassen. Viel wird's aber nicht, kaum mehr als ein Liter pro Quadratmeter, und das auch nur örtlich. Mit frischem Westwind reicht es aber für genug Ungemütlichkeit, bei 16 Grad in Auerbach, 17 in Schnaittenbach und 19 in Rieden. Viele klare Lücken sorgen in der Nacht zu Sonntag erneut für einen Rückgang auf äußerst unsommerliche 8 bis 4 Grad.

"Aprilwetter" auch am Sonntag. Mal dichte Wolken und hier und da ein paar Regenschauer, die vom Nürnberger Land her in die Oberpfälzer Alb driften, dann wieder etwas Sonne zwischendurch und dazu frischer Westwind. Die Mehrzahl der Auflockerungen gibt's immerhin am Nachmittag. Bei insgesamt drei bis fünf Sonnenstunden werden es in Illschwang gerade einmal 15 Grad, in Sulzbach-Rosenberg 17 und in Kümmersbruck 18. Abends klart es auf, in der Nacht sinken die Temperaturen erneut zum Teil auf 5 Grad und knapp darunter; Bodenfrost nicht ausgeschlossen!

Die zwei wärmsten Tage der Woche werden wohl gleich der Montag und dann der Donnerstag - bei sage und schreibe 18 bis 22 Grad. Da bleibt es auch meist trocken, ansonsten sind oft Wolken und Schauer, Mittwoch auch länger anhaltender Regen samt frischem bis starkem Wind im Spiel. Mit 13 bis 17 Grad erinnert an den sonstigen Tagen gar nichts an den Sommer, und nachts besteht bei längerem Aufklaren weiter die Gefahr von ersten, geringen Bodenfrösten.
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