Kindergarten St. Elisabeth: Pfarrer Brolich gibt nicht auf - Kostengegenüberstellung angekündigt
Neue Küche nochmals aufgetischt

(vok/rdo) In der Diskussion um eine größere Küche für den neuen Kindergarten St. Elisabeth haben sich nun auch Leiterin Elisabeth Melzner und Pfarrer Peter Brolich zu Wort gemeldet. Trotz der Ablehnung im Stadtrat wollen sie einen neuen Vorstoß unternehmen und hoffen, dass sich die Fraktionen gesprächsbereit zeigen.

Diese Bereitschaft habe Oberbürgermeister Kurt Seggewiß schon signalisiert, sagte Brolich gegenüber dem "Neuen Tag". Im Gespräch geht es natürlich viel ums Geld, aber der Pfarrer betont immer wieder, dass es nicht in erster Linie um eine Küche gehe, sondern um das Wohl der Kinder. Kindgerechtes Essen gehöre zum kindgerechten Gesamtkonzept. Auf Allergiker und Kinder mit anderer Esskultur könne besser eingegangen werden. Kinder in die Zubereitung einzubinden, sei von immenser Bedeutung.

Brolich und Melzner scheuen aber auch die Kosten-Diskussion nicht. Sie wollen eine genaue Gegenüberstellung vorlegen. Die Kindergartenleiterin wies darauf hin, dass man in der Vergangenheit fast nie Gelder der Stadt benötigt habe. Auch nicht für Renovierungen. Zudem habe der Kindergarten bisher kein Defizit gemacht. Und das soll auch so bleiben. Deshalb müsse die Stadt keinesfalls 80 Prozent der Kosten einer Köchin tragen.

Brolich ergänzte, dass auch für eine kleine Küche jemand gebraucht werde. "So muss zum Beispiel portioniert oder abgespült werden." Der Pfarrer verweist auf die Gesamtkosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Da seien Mehrkosten von 55 000 Euro doch "ein Klacks".
Der SPD-Ortsverein Mooslohe/Rehbühl-West hat sich vor kurzem mit Pfarrer Brolich und Architekt Hans Kneidl über die Arbeiten informiert. Die Anforderungen an neue Kindergärten und besonders an die Kinderkrippen seien so umfangreich, dass ein Umbau genauso teuer käme wie ein Neubau.

Bei Fertigstellung werden 125 Kindertages- und 12 Kinderkrippenplätze zusätzlich zu den 25 Hortplätzen zur Verfügung stehen. Dies sind 10,8 Prozent der 1150 Kindergartenplätze, 9,5 Prozent der 126 Krippenplätze, 13,2 Prozent der Hortplätze der Stadt.
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