19.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kirchengemeinde St. Josef verabschiedet Stadtpfarrer Andreas Uschold - Plakette des Bischofs Erfolgreicher Bauherr

Nicht ganz Petrus, der Fels. Aber ein Schotterstein sei er schon, der scheidende Stadtpfarrer Andreas Uschold. Ein Stein in der Brandung mit vielen anderen Mitbrüdern oder Steinen, die zusammenhielten und sich gegenseitig stützten. Am Sonntagabend verabschiedete ihn die Kirchengemeinde von St. Josef in den wohlverdienten Ruhestand. Die Festpredigt hielt Dekan Johannes Lukas.

Andreas Uschold hielt am Sonntagabend seinen letzten Gottesdienst als Stadtpfarrer von St. Josef.
von Autor UZProfil

Der Dekan übermittelte dem frischgebackenen Ruhestandsgeistlichen auch eine Botschaft von Bischof Rudolf Voderholzer, der Pfarrer Uschold für dessen treuen priesterlichen Dienst dankte und der sein segensreiches Wirken aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nun aufgeben müsse. Dabei würdigte der Oberhirte aus Regensburg vor allem Pfarrer Uscholds herzliche Art.

Als einen Diener Gottes, der sich nicht selber in den Mittelpunkt gestellt habe, sondern den in den Mittelpunkt stellte, der ihn berufen habe. Mit Hingabe habe sich der Geistliche in die katholischen Vereine und Verbände eingebracht. "Er war ein großer Freund der klassischen Kirchenmusik und auch immer offen für neue geistliche Musik."

Ferner sei Pfarrer Uschold, der 1997 die Pfarrei St. Josef und 2000 dann die Expositur Letzau übernommen habe, ein erfolgreicher Bauherr gewesen. "2005 ist ihm dann in Würdigung seiner Verdienste der Titel Monsignore verliehen worden." Als Zeichen des Dankes überreichte Dekan Lukas, der kurz den priesterlichen Werdegang Pfarrer Uscholds skizzierte, eine Plakette des Bischofs.

Konzelebranten waren Dekan Lukas, Ruhestandspfarrer Egid Mühlbauer, Stadtpfarrer Heribert Englhardt, Studienrat Rupert Weiß, Diakon Anton Feil und Pastoralreferent Markus Brunner. Der Kirchenchor unter Leitung von Luis Denz umrahmte den Festgottesdienst musikalisch.

Geschick beim Schafkopf

Nach dem feierlichen Auszug mit Ministranten, Vereinen und Verbänden aus dem Gotteshaus traf sich die Kirchengemeinde im Pfarrheim St. Josef zum Stehempfang. Dort polierte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß den Schotter zu einem "Edelstein". "Sie haben ein wunderbares Werk getan." Der evangelische Pfarrer Hans-Martin Meuß grüßte "von Kirchturm zu Kirchturm" und belobigte Pfarrer Uscholds Geschick beim Schafkopfspiel.

Weitere Grußredner waren Kirchenpfleger Karl Süß, Pfarrgemeinderat-Sprecherin Romy Götz, das Mesner-Ehepaar Christine und Josef Bäumler, Reinhold Wildenauer von der DJK und Seelsorgerat Gerhard Rath.

Jugend und Ministranten verabschiedeten ihren Pfarrer mit einem nachdenklichen Spiel und einem Lied. "Ich danke für die guten Jahre", unterstrich der Geistliche. "Ich danke für die vielen Gebete. Es war für mich eine große Ermutigung, aber auch ein Wink des Himmels, dass wir auf unsere Kranken zugehen sollen."

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