Kleineres Areal, aber volles Programm: Heute beginnt das erste Frühlingsfest auf neuem Festplatz
Neustart mit Pauken und Raketen

44 Schausteller waren bereits am Mittwoch startklar. Am Donnerstag gesellte sich der 45. und letzte zu ihnen: der Betreiber eines Drei-Meter-Stands, an dem sich die Besucher mit "Slush-Eis" erfrischen können. Er reist aus Kaiserslautern an, "hatte wohl einen besonders weiten Weg", sagt Platzmeister Peter Rackl. Der ist an der Conrad-Röntgen-Straße zuständig für alles "von der Schraube bis zum Klopapier", wie er meint. Zum neunten Mal stellt der 53-Jährige ein Frühlingsfest auf die Beine. Zum ersten Mal auf dem neuen Platz.

"Der Aufbau lief absolut reibungslos", berichtet er. "Es gab überhaupt keine Probleme." Schließlich seien die Schausteller "absolute Profis" und die meisten von ihnen alte Bekannte in Weiden. Von der neuen Wirkungsstätte seien sie durchwegs angetan, erzählt der Platzmeister. Die Zufahrt sei komfortabler, und auf dem Platz selbst müssten sie keinerlei Abstriche machen. Ebensowenig wie das Publikum: 45 Geschäfte von der Imbissbude bis zum Karussell, das sind genau so viele wie zuletzt 2011 an der Leuchtenberger Straße.

Zentrum "komprimierter"

Zwar ist das aktuelle Areal kleiner. Dafür sei der Aufbau "im Zentrum komprimierter", erklärt Rackl. "Die laufenden Meter sind jedenfalls genau gleich." Diskussionen löste im Vorfeld die Entscheidung aus, keine festen Toiletten bauen zu lassen. Bei dringenden Bedürfnissen können die Besucher nun zwei gepflegte WC-Wagen ansteuern, nebst der Toiletten des Festzelts. Rackl: "Ein Fest, das Vergleichbares bietet, müssen Sie erstmal finden." Eine Aussage, die nach Meinung des Mannes vom Ordnungsamt erst recht für die Attraktionen gilt. 50-Meter-Riesenrad, "Space-Party", "Rocket": Das "neue" Weidener Frühlingsfest präsentiert sich gleich voll auf der Höhe.
Rackl verweist auf "Oktoberfest-Geschäfte", darunter - und auf diesen Fang ist er besonders stolz - eben das "Rocket" des Münchners Michael Götzke. Dessen Passagiere steigen in "Raumschiffen" 55 Meter in die Höhe - um sich dort droben zu überschlagen. Willkommener Nebeneffekt: Wer noch immer nicht genau weiß, wo sich das Frühlingsfest ausbreitet - an der weithin sichtbaren "Rocket" kann er sich orientieren. An der Röntgen-Straße finden die Vergnügungswilligen dann weitere Fahrgeschäfte wie "Topspin" und "Breakdance", daneben Bungee-Jumping, Reitbahn, Autoscooter und drei Kinderkarusselle, mehrere Imbiss-Stände und natürlich das Festzelt. Unter anderem.

Gleich zur Eröffnung am Freitag schießen neben dem "Rocket" auch noch andere Raketen in den Himmel: Bei Einbruch der Dunkelheit lässt es die Stadt mit dem ersten Brillant-Feuerwerk krachen. Das zweite läutet eine Woche später das Final-Wochenende ein. Diese "Nacht der Lichter" birgt laut Rackl noch besondere Überraschungen.

Festzug und Weihe

Doch zurück zum heutigen Start. Da marschiert wie gewohnt ein Festzug los, allerdings natürlich nicht wie bisher am Alten Rathaus, sondern bei der Kirche St. Konrad. Nach dessen Ankunft in der Röntgen-Straße soll um 17.45 Uhr die kirchliche Weihe erfolgen und um 18 Uhr die Eröffnung des 77. Frühlingsfests. Eine Stunde später zapft OB Kurt Seggewiß im Festzelt von Gerhard Böckl an.

Die Maß Bier kostet diesmal 7,20 Euro - 40 Cent mehr als beim letzten städtischen Rummel 2011. Wer mit "Frühlingsfesttalern" zahlt, kann den Preis jedoch auf 5,80 Euro drücken. Der Preisnachlass von 20 Prozent gilt bei allen Geschäften auf dem Fest. Allerdings ist der Zug abgefahren: Schon seit Dienstag sind ist das Taler-Kontingent - 10 000 Stück - ausverkauft. Sparen können die Festbesucher aber auch am Donnerstag: An diesem "Familientag" locken die Geschäfte wieder mit ermäßigten Preisen.

Eine weitere Neuheit dagegen, dass Besucher am Montag an sogenannten "Backstage-Touren" teilnehmen können: Am Montag um 15 und 17 Uhr sind sie zum "Blick hinter die Kulissen" eingeladen. Hinter den Kulissen - das ist dort, wo sich Peter Rackl auskennt wie kein anderer.
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