Kleines Baugebiet entlang der Weiheranlage geplant- Auch Zufahrt über Weiden-West verändert
Ortsrand Neunkirchens verschoben

"Das ist der schönste Bauplatz Weidens", erinnerte sich Franz Baierl (CSU) an einen Ausruf des damaligen Bürgermeisters Günter Zwack. Dass jenes Fleckchen an den Weihern zwischen Latsch und Neunkirchen nicht bebaut werden konnte, lag damals am Widerspruch des Nachbarn. Doch nach Jahrzehnten gelingt nun der Durchbruch, vor allem deshalb, weil auch die Nachbarin ihre Flächen der Bebauung zuführen will.

Dieses Gesamtpaket gibt dem Bau- und Planungsausschuss nun die Handhabe, um den Flächennutzungsplan zu ändern und den Aufstellungsbeschluss für einen kleinen Bebauungsplan zu fassen. Mit Josef Melch (SPD) fehlt der zweite Veteran im Bauausschuss, der die Entwicklung der Baugesuche im Osten von Neunkirchen von Anfang an mitverfolgt hatte. In den vergangenen zwei Jahren habe Melch "immer wieder angeschoben", attestierte Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm, der von der Idee ganz angetan war, einen neuen östlichen Ortsrand für Neunkirchen entwickeln zu können. Bei der Erschließung der neuen Parzellen könnten die vorhandenen Wendehämmer genutzt werden. Die Zufahrt zur Tennisgemeinschaft Neunkirchen bleibe erhalten. Auf dem Areal könnten bis zu fünf Doppelhäuser entstehen, schätzte Bohm.

"Bringen wir endlich diese schwere Geburt hinter uns", mahnte SPD-Stadträtin Hildegard Burger die Stadträte. Auch Alois Lukas (CSU) begrüßte ausdrücklich das Vorhaben, für das möglichst schnell Planungssicherheit geschaffen werden solle. Als "löblich" wertete es Dr. Stefan Helgath (Grüne). Die Verwaltung gehe endlich den richtigen Weg bei der Vorbereitung neuer Bauflächen.

Einmündung umgebaut

Dr. Helgath und Josef Gebhardt, SPD-Stadtrat aus Neunkirchen, stimmten gegen die Umgestaltung des Einmündungsbereiches der Hutschenreuther in die Dr.-Müller-Straße, bei der nun die Gemeindeverbindungsstraße nach Neunkirchen untergeordnet werden soll. "Mit Verlaub, Herr Bohm, Ihre Zahlen gehören ins Märchenwunderland. Das Messgerät ist ausgefallen und jetzt schätzen sie die Zahlen, wie Sie sie gerne haben wollen. Eine ordentliche Verkehrszählung ist der Anfang einer guten Planung", stellte Gebhardt fest. Bohm und Sitzungsleiter Bürgermeister Jens Meyer korrigierten. Es sei selbstverständlich mit einem korrekt eingestellten Gerät nachgezählt worden. "Das wurde nichts aus dem Bauch heraus geschätzt", betonte Bohm. Es sei angebracht, die Vorfahrtsregelung zu ändern, weil der "Neunkirchener" Verkehr nur etwa ein Zehntel von dem betrage, der über die Hutschreuther Straße ins Gewerbegebiet Weiden-West III rolle.

Wenn schon die Hutschenreuther Straße verlegt werde, solle sie in der Kurve verbreitert werden, forderte Alois Lukas (CSU). Dazu bemerkte Bohm, dass zum einen die "Grundstücksbesorgung" schwierig sei, zum anderen solle mit einer Fahrbahnbreite von je 3,50 Metern klar sein, dass dort nicht geparkt werden könne. Die Straßenverlegung mit dem neuen Einmündungsbereich kostet rund 213 000 Euro. Ein Teil der Kosten wird auf die Anlieger umgelegt, da die Straße als noch nicht ausgebaut gilt.
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