04.02.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kommunale Beschäftigte demonstrieren am Klinikum für ihre Forderungen Aktiv in der Mittagspause

Die kommunalen Angestellten bauen Druck auf: Nachdem die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen am vergangenen Wochenende erneut kein Angebot abgegeben hatten, versammelten sich Beschäftigte von kommunalen Betrieben vor dem Klinikum. Mit der "Aktiven Mittagspause" wollten sie auf ihre Forderungen aufmerksam machen.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Mitarbeiter der Stadtwerke, des Klinikums, der Arge Fördern und Fordern waren ebenso zum Klinikum gekommen wie Beschäftigte verschiedener Bildungseinrichtungen und der Sparkasse Oberpfalz Nord. Organisiert hatten die Gewerkschaften Verdi und GEW die Aktion. In ihrem Forderungspaket verlangen die Gewerkschaften insgesamt Lohnsteigerungen von fünf Prozent für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen.

Forderungen Peanuts

In seiner Ansprache erinnerte Verdi-Sekretär Robert Hinke daran, dass sich die Forderungen der Gewerkschaften bundesweit auf 4,5 Milliarden Euro summieren. "Das ist etwa genau soviel, wie die bayerische Landesbank in Kärnten versenkt hat." Angesichts von geplanten Steuersenkungen um 24 Milliarden Euro seien die Forderungen der Gewerkschaften "Peanuts".

Neben der Einkommensverbesserung forderte Hinke bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Personalausstattung, Verlängerung der Altersteilzeitregelung sowie Übernahmegarantien für Azubis. Außerdem kritisierte Hinke die "sogenannte leistungsorientierte Bezahlung", die er "Nasenprämie" nannte. "Statt der Motivation einiger weniger führte das Instrument zur Demotivierung vieler."
Durch die Aktion kam es bei den betroffenen Betrieben kaum zu Einschränkungen. Wie Rita Stadler vom Klinikum erklärte, haben sich die Mitarbeiter die Pause so eingeteilt, dass die Patienten keine Nachteile durch die Aktion hatten.

Nur Betreuung

Eingeschränkt war der Betrieb allerdings im städtischen Kindergarten Tohuwabohu. "Wir konnten heute für die Kinder nur Betreuung, aber keine Bildung anbieten", erklärte Leiterin Doris Schörner. Grund war eine Aktion der Beamtenbund-Gewerkschaft Komba in München, an der sich Tohuwabohu-Mitarbeiterinnen beteiligten. Die Eltern waren am Dienstag über das eingeschränkte Angebot informiert worden.

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