Komplettumbau von Trakt 7 verlangt Patienten und Personal viel Geduld ab - Vier-Bett-Zimmer ...
Klinikum: Der Sturm vor der Ruhe

Zahlreichen Patienten wird seit dem Beginn der Umbaumaßnahmen im Klinikum Weiden viel Geduld und Nervenstärke abverlangt. Und nicht nur ihnen. Auch das Personal leidet unter den zwangsläufig massiven Lärmbelästigungen, die durch den Komplettumbau des Gebäudekomplexes 7 entstehen. Seit 2012 wird das zuletzt vor 30 Jahren sanierte und damals auch erweiterte Gebäude nun den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst.

Die bisherigen Vier-Bett-Zimmer werden entkernt, für künftig zwei bis drei Patienten völlig neu gestaltet. In der obersten Etage wurde begonnen, nach und nach arbeiten sich die Baufirmen Richtung Erdgeschoss vor. Dabei wird zwischen der aktuellen Baumaßnahme und den Patientenzimmern in den darunter liegenden Geschossen stets eine "Pufferstation" freigehalten, um den Baulärm ein wenig zu dämpfen. Um den Umbau zügig vorantreiben zu können, seien die Baufirmen jedoch dazu gezwungen, diese "Pufferstation" zumindest teilweise in den aktuellen Bauabschnitt einzubeziehen.

Und so geht die Ruhestörung im Gebäude zwangsläufig oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit von Patienten und Pflegekräften. Ausweichmöglichkeiten für die Patienten bestehen innerhalb des Klinikums Weiden kaum, der Patientenzustrom ist ungebremst, die Bettenkapazitäten sind erschöpft.

Die beiden vom Umbau direkt betroffenen Stationen sind in zwei "Containerstationen" auf dem Klinikumsgelände ausgelagert. Eine spürbare Entlastung soll ein weiterer Neubau bringen. Dieser ist auf dem Gelände des ehemaligen Minigolfplatzes beim Augustinerseminar geplant. Auf dem Dach des künftigen Gebäudes wird dann auch der Hubschrauberlandeplatz untergebracht werden. Damit soll sich die Lärmbelästigung für Patienten durch die An- und Abflüge des Hubschraubers reduzieren, zudem wird eine direkte Anbindung des Platzes an die Erstversorgung im Klinikum ermöglicht. Patienten müssen nicht mehr vom Hubschrauber in einen Rettungswagen umgeladen und in die Notaufnahme gefahren werden, sondern können über einen direkten Zugang ins Hauptgebäude gebracht werden. Der Abschluss dieser Maßnahme ist im Jahr 2017 geplant.

Auflagen für Baufirmen

All die Planungen nützen jedoch den Patienten, die aktuell unter den Lärmbelästigungen leiden, nicht viel. Bis August 2014 will man mit dem Umbau fertig sein, die Patienten, die aktuell von den Maßnahmen betroffen sind, haben bis dahin das Klinikum längst verlassen. Vielleicht ein kleiner Trost: Die Auflagen für die Baufirmen sind streng: Sie sollen immer nach einer Stunde geräuschstarker Arbeiten die darauf folgende Stunde mit ruhigeren Arbeiten wie dem Beseitigen von Schutt verbringen, damit den Patienten eine "Verschnaufpause" gegönnt ist.

Erfreulich sei, so die Verantwortlichen im Klinikum, dass die Patienten viel Verständnis für die Maßnahmen und deren Folgen aufbrächten. Es werde immer wieder versucht, geeignete Patienten in andere Häuser der AG zu verlegen. Jedoch sei es meist der Wunsch der Patienten, direkt in Weiden aufgenommen zu werden.
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