Kreisliga Nord: FC Weiden-Ost nur 1:1 in Neustadt - Sechs Tore beim Derby in Kirchenthumbach
SV Neusorg wieder Tabellenführer

Der Eschenbacher Fabian Götzl (rechts) klärt gegen den Kirchenthumbacher Spielführer Thomas Lindner. Aus: SC Kirchenthumbach - SC Eschenbach 3:3. Bild: Schwarzmeier

Nur eine Woche durfte sich der FC Weiden-Ost (2. Platz/43 Punkte) über die Tabellenführung in der Kreisliga Nord freuen. Das 1:1 bei der abstiegsgefährdeten DJK Neustadt(13./14) war zu wenig, um die Spitzenposition zu verteidigen. Dank des 6:1-Derbyerfolgs über den SVSW Kemnath 8./25) kehrte der SV Neusorg (1./44) auf seine angestammte Position zurück.

In Kirchenthumbach hielt der Nachbarschlager, was er im Vorfeld versprochen hatte. Nach 0:2-Rückstand holte der gastgebende SC (4./30) noch ein 3:3 gegen den SC Eschenbach (7./25). Im Tabellenkeller zieht sich die Schlinge für den TSV Reuth (14./9) nach der 0:1-Niederlage bei der SpVgg Windischeschenbach (9./24) immer mehr zu. Dem TSV Eslarn (12./17) hilft das 2:2 gegen den drittplatzierten FC Dießfurt (32) nicht viel weiter. Dagegen landete der SV Floß (11./21) mit dem 4:2-Heimsieg über den TSV Erbendorf (5./30) einen Befreiungsschlag. Der SV Altenstadt/WN (6./26) kann nach dem 3:1 über die DJK Ebnath (10./23) weiterhin für die Kreisliga planen.

SC Kirchenthumbach       3:3 (0:2)       SC Eschenbach
Tore: 0:1 (8.) Patrick Eckert, 0:2 (34.) Hannes Schwaiger, 1:2 (50.) Thomas Lindner, 2:2 (64.) Jo Lautner, 2:3 (77.) Schwaiger, 3:3 (83.) Simon Speckner - SR: Sebastian Seidl (SV Störnstein) - Zuschauer: 250 - Gelb-Rot: (53.) Julian Lehner (SC)
(hdö) Einen wahren Krimi sahen die zahlreichen Zuschauer. Nach gleichwertigem Beginn nutzte Eckert mit dem ersten Torschuss im Spiel eine zu kurze Kopfballabwehr aus gut 20 Meter zur Gästeführung. Im weiteren Verlauf hätten M. Erl und Kapitän Lindner, die jeweils alleine aufs Eschenbacher Gehäuse zusteuerten, sowie Freiberger per Kopf ausgleichen müssen. Stattdessen nutzte Schwaiger auf der anderen Seite einen Abspielpatzer eiskalt aus.

Keine Minute nach dem Wechsel jagte der gut aufgelegte Lautner die Kugel aus 25 Metern an die Lattenunterkante und Lindner scheiterte per Kopf. Spätestens von nun an ging es nur noch in eine Richtung. In der 50. Minute verwandelte Lindner einen Freistoß zum Anschlusstreffer. Auch nach Lehner Platzverweis drängten die Hausherren weiter und wurden durch Lautners tollen Schuss mit dem Ausgleich belohnt. Statt der mittlerweile verdienten heimischen Führung, die mehrmals in der Luft lag, gingen die Gäste überraschend mit einem der wenigen Entlastungsangriffe in Front, als Riedl perfekt für Schwaiger auflegte. Doch auch dies steckten die jungen Dumbacher mit einer tollen Moral weg und erzwangen das hochverdiente 3:3 durch den nachsetzenden Speckner, wodurch man zumindest "gefühlter" Sieger war. Während sich die Gäste den Punkt durch unermüdliche Abwehrarbeit verdienten, war es bemerkenswert, wie die Heimelf in Unterzahl Halbzeit zwei dominierte.
SV Neusorg       6:1 (3:0)       SVSW Kemnath
Tore: 1:0 (7.) Dotzauer, 2:0 (17.) Dotzauer, 3:0 (31.) Baldauf, 4:0 (71.) Dotzauer, 4:1 (74.) Aran, 5:1 (78.) Qajomi, 6:1 (87.) Söllner - SR: Marstalar ( SV Wurz ) - Zuschauer: 80

(ndi) Es war ein klarer und deutlicher, auch in der Höhe verdienter Sieg im Derby, wobei man von den Gästen mehr erwartet hatte. Das Spiel war noch keine sechs Minuten alt, als Dotzauer gut in Szene gesetzt wurde und sein Schuss aus 16 Meter noch unhaltbar ins Kemnather Netz abgefälscht wurde. Es sollte ein Sahnetag für den Torschützen werden, der eine lange Durststrecke hinter sich ließ. In der 17. Minute war es abermals Dotzauer, der einen Abstauber zum 2:0 versenkte. Daniel Baldauf wurde in der 31. Minute beim 3:0 von Dotzauer bedient.

Nach der Pause ließ es der SV etwas ruhiger angehen, ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren. Der Gast war zu harmlos und konnte die heimische Abwehr kaum gefährden. Dotzauer besserte nach feinem Zuspiel von Holzinger sein Torkonto weiter auf. Das 5:1 erzielte der kurz zuvor eingewechselte Qajomi, den Schlusspunkt setzte der ebenfalls eingewechselte Söllner.
SV Floß       4:2 (2:1)       TSV Erbendorf
Tore: 1:0 (4.) Schimmerer, 1:1 (20.) Bösl, 2:1 (38.) Strobl, 3:1 (75.) Schimmerer, 3:2 (84.) Hösl, 4:2 (89.) Schimmerer - SR: Rudolf Kasper - Zuschauer: 50

(mac) Gegen den erwartet spielstarken Gegner aus dem Steinwald, machte der SV Floß einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Getragen durch die frühe Führung von Schimmerer, der, schön freigespielt, den gegnerischen Torwart umkurvte, hielt Floß durch eine gute kämpferische Leistung mit. Erbendorf verstärkte nach der Flosser Führung seine Offensivbemühungen und kam nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum zum verdienten Ausgleich. Die Heimmannschaft ließ sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und ging nach einer herrlichen Kombination wieder in Führung. Nach der Pause drängte der TSV auf das Flosser Tor. Doch die Heimelf blieb gefährlich. So auch beim 3:1, als sich Schimmerer um seinen Gegenspieler drehte und für seine Farben vollendete. Erbendorf ließ nicht locker und kam in der 84. Minute wieder auf ein Tor heran. Kurz vor Schluss setzte Floß den alles entscheidenden Konter und Schimmerer vollendete zum 4:2.
SpVgg W'eschenbach       1:0 (1:0)       TSV Reuth
Tor: 1:0 (16.) Jonas Ascherl - SR: Martin Denis (Grafenwöhr) - Zuschauer: 200

In einem schwachen Derby ging die SpVgg als verdienter Sieger vom Platz. Es dauerte 16 Minuten, dann war das Spiel bereits vorentschieden. Jonas Ascherl bezwang den sehr guten Tormann mit einem überlegten und unhaltbaren Flachschuss aus 17 Metern. Nach dieser Führung hatte zwar Windischeschenbach noch einige sehr gute Tormöglichkeiten, aber Fernschüsse, Freistöße sowie eine Großchance für Schmidtke brachten nichts ein. In den ersten 45 Minuten war die SpVgg noch auf dem Platz präsent, nach einer Stunde wurde aber der Spielbetrieb komplett eingestellt. Man hatte den Eindruck, dass die SpVgg nicht mehr wollte und der TSV Reuth bereits für die Kreisklasse plant. Der agilste und lauffreudigste Spieler war "Oldie" Heinz Budnik. Die zahlreichen Zuschauer waren am Ende froh, mal wieder einen Heimsieg gegen den Nachbarn beklatschen zu dürfen.
SV Altenstadt/WN       3:1 (1:0)       DJK Ebnath
Tore: 1:0 (38.) Dominik Bachnagel, 1:1 (68./Elfmeter) Kaya Jerhait, 2:1 (70.) Timo Trinkner, 3:1 (83.) Timo Trinkner -SR: Haller (Hirschau) - Zuschauer: 80

(afo) Einen wichtigen Heimsieg erkämpfte sich der SVA gegen Ebnath. Die Heimelf begann gut, doch waren Torchancen anfangs Mangelware. Als in der 38. Minute eine schöne Hereingabe von links auf den Elfmeterpunkt kam, erzielte Dominik Baschnagel per Kopf das umjubelte 1:0 für die Heimelf, was auch den Pausenstand bedeutete. In Hälfte zwei knüpfte der SV an die Leistung der ersten 45 Minuten an und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Als in der 68. Minute ein Gästespieler im Strafraum gelegt wurde, erzielte Kaya Jerhiat per Elfmeter den Ausgleich. Fast im Gegenzug konnte Timo Trinkner per Kopf das 2:1 erzielen. Der SV war noch nicht zufrieden und drängte weiter. Wiederum Timo Trinkner setzte sich in der 83. Minute souverän durch und erzielte nach einem Alleingang im Nachschuss den 3:1- Endstand.

DJK Neustadt       1:1 (1:1)       FC Weiden-Ost
Tore: 1:0 (7.) Bastian Forster, 1:1 (16.) Christian Heller - SR: Stefan Ebensberger (TSV Stulln) - Zuschauer: 120

(npa) Mit einer tollen kämpferischen Leistung sicherte sich die DJK ein am Ende nicht unverdientes Unentschieden gegen den bisherigen Tabellenführer. Die Einheimischen gingen in der 7. Minute sogar in Führung, als Basti Forster einen Querpass von Valerian Ginder aus elf Metern unhaltbar verwandelte. Freilich ließ die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten und bereits zehn Minuten später konnte Christian Heller ausgleichen. Die Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend. Die Abwehr der Neustädter um den überragenden Sebastian Demel stand sicher und der FC Ost konnte nur über seine rechte Angriffsseite ab und an für Gefahr sorgen. In der zweiten Spielhälfte verstärkten die Weidener ihre Offensivbemühungen, aber die wieselflinken Armin Peter und Alex Prokein waren zusammen mit Demel Taktgeber eines diesmal gut funktionierenden Defensivverbundes der DJK. Die Einheimischen hatten sogar die größte Chance zum Siegtreffer, allerdings scheiterte Felix Hess mit seinem 16-Meter-Schuss am glänzend reagierenden Ost-Goalie Julian Ramm (60.).

TSV Eslarn       2:2 (1:2)       FC Dießfurt
Tore: 0:1 (1.) Fatih Demir, 1:1 (20./Foulelfmeter) Wolfgang Völkl, 1:2 (44.) Dominik Lang, 2:2 (56./Foulelfmeter) Wolfgang Völkl - SR: Andreas Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 90

(maz) Die Partie begann mit einem kollektiven Eslarner Tiefschlaf. Bereits in der 1. Minute erzielte Demir nach einer Unachtsamkeit der TSV-Abwehr die Gästeführung. Eslarn steckte den frühen Rückstand gut weg und kam in der 20. Minute zum Ausgleich. Nach Foul an Sklenar verwandelte Völkl den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1. Im Anschluss entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel ohne zwingende Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Fast mit dem Pausenpfiff erzielte Dießfurt die erneute Führung. Ein langer Ball wurde von der Eslarner Defensive unterschätzt, woraufhin Lang, aus kürzester Distanz zum 1:2-Pausenstand einschob. Nach dem Wechsel kam Eslarn besser aus der Kabine und hatte deutlich mehr Spielanteile. Daraus resultierte der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Lindner konnte nur durch ein Foul im Gästestrafraum gestoppt werden, Völkl traf per Elfmeter. In der Schlussphase kippte die Partie zunehmend. Dießfurt war permanent am Drücker, scheiterte jedoch mehrere Male am gut aufgelegten TSV-Keeper Kaiser.
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