Linksjugend-solid feiert Fünfjähriges - "Vernichtung durch Arbeit" in Flossenbürg
Virtuell durch die Gedenkstätte

Zu ihrem Fünfjährigen am Samstag veranstaltete die Linksjugend-solid in den Räumen des Kunstvereins Weiden eine virtuelle Führung durch das Konzentrationslager (KZ). Philipp Lobenhofer, Referent, solid-Kreisvorsitzender und Rundgangleiter der Gedenkstätte Flossenbürg, begrüßte zahlreiche Interessierte und Mitglieder zu dieser Veranstaltung.

Von 1938 bis 1945 bestand das KZ Flossenbürg. Rund 100 000 Häftlinge waren bis zur Befreiung am 23. April 1945 inhaftiert, davon fanden 30 000 den Tod. Die Menschen mussten unter schlimmsten Bedingungen im Steinbruch oder in einem der zahlreichen Außenlager arbeiten - nach dem perfiden Motto "Vernichtung durch Arbeit".

Vieles rekonstruiert

Philipp Lobenhofer zeigte an verschiedenen Einzelschicksalen das Leid und den Tod der Häftlinge. Die "Aschenpyramide" im "Tal des Todes" erinnert an die unzähligen im Krematorium verbrannten Toten des Lagers. Anhand von Bildern zeigte er die Neugestaltung der Gedenkstätte in den vergangenen Jahren, beispielsweise die Rekonstruierung des Appellplatzes und der Kommandantur, des Wäschereigebäudes und der Häftlingsküche. Hier befinden sich heute Dauerausstellungen zur Geschichte und Informationen zum KZ.
Zudem ging er auf die zahlreichen Außenlager von Flossenbürg ein. Besonders erwähnte er Hersbruck. Es war das zweitgrößte mit insgesamt 9000 Häftlingen, die man zur Errichtung einer unterirdischen Stollenanlage als Fertigungsstätte für Flugzeugmotoren einsetzte. Dabei fanden mehr als die Hälfte den Tod.

"Die Linksjugend-solid setzt sich besonders für ökosoziale, antifaschistische, basisdemokratische und feministische Ziele ein", sagte Lobenhofer. Darauf seien die Veranstaltungen ausgerichtet. Die nächste finde in Grafenwöhr statt. Gezeigt werde ein Film, der sich mit dem Für und Wider der Cannabis-Legalisierung beschäftige.
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