Michael Koppmann referiert bei Absolventenverband
Ende der Krise - oder Krisen ohne Ende

Michael Koppmann. Bild: R. Kreuzer
Weiden. (kzr) "Ende der Krisen oder Krisen ohne Ende", unter diesem Leitwort hatte der Absolventenverband (AV) der VWA Weiden seine Mitglieder eingeladen. Damit landete er wohl einen Volltreffer, denn der Sitzungssaal der Raiffeisenbank war rappelvoll. Dieses Kreditinstitut hatten sich die Initiatoren ganz bewusst ausgesucht, wie Vorsitzender Wolfgang Lindner betonte.

Gerade die Regionalbanken hätten sich in diesen Zeiten geradezu als Trutzburgen erwiesen. Dies konnte Vorstandsvorsitzender Hermann Ott anfangs eindrucksvoll bestätigen, indem er die rasante und stetige Entwicklung des hiesigen Instituts mit Zahlen belegte.

Zum Thema hatte sich der AV mit Michael Koppmann aus Frankfurt einen versierten Fachmann eingeladen. Ohne Schönfärberei spannte er einen breiten Bogen von der derzeitigen Schuldensituation der EG-Länder über die Kapitalmärkte, um zuletzt bei der angeblich so inflationsunabhängigen Goldanlage zu landen. Der Referent stellte die Spannungskonflikte zwischen den notwendigen Sparkursen und den damit einhergehenden Wachstumsbremsen dar. "Jedes Prozent Sparen reduziert um dieses Prozent das Wachstum. Ein gelungenes Europa wird sich wohl auf Dauer als Transferunion verstehen müssen."
Die Aussichten für 2013 und 2014 stufte der Referent als durchaus verhalten optimistisch ein. Letztlich sei aber die Krise bei weitem noch nicht ausgestanden, und ganz bestimmt werde das Ende dieser Krise auch nicht lauthals verkündet. Fazit war, dass sich die Marktteilnehmer in ihren Anlageentscheidungen darauf einzustellen hätten, Produkte hierzu wären nach sorgfältiger Einzelabwägung allemal zu bekommen.
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