18.03.2004 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ministerin Wortbruch vorgeworfen - BOS 13 kommt nicht - Kritik auch an MdL Stahl Leupold "sauer" auf Hohlmeier

von Volker Klitzing Kontakt Profil

CSU-Fraktionschef Walter Leupold ist total verärgert. Die Gustav-von-Schlör-Schule erhält zum neuen Schuljahr ab September zwar die 13. Jahrgangsstufe der Fachoberschule ("dafür sind wir dankbar"), doch mit der 13. Jahrgangsstufe der Berufsoberschule (BOS), die zur allgemeinen Hochschulreife führt, wird es nichts. Das Kultusministerium hat eine endgültige Absage erteilt. "Da ist nichts mehr zu machen", sagte Leupold am Dienstag gegenüber dem "Neuen Tag". Die Anmeldefristen fürs neue Schuljahr enden diese Woche.

Der Fraktionschef wirft Ministerin Monika Hohlmeier "Wortbruch" vor. Er kritisiert "Versprechungen vor der Wahl, die nachher nicht eingehalten werden". Bei einem Besuch in Weiden im April letzten Jahres habe Hohlmeier die Einrichtung zum Schuljahr 2004/05 zugesagt, falls genügend Voranmeldungen eingingen. Leupold verwies jetzt auf 26 Anmeldungen im Bereich Wirtschaft und sogar 30 im Bereich Technik. "Auch wenn manche wieder abspringen, sind dies genug für eine Klasse." Jetzt hieß es vom Ministerium, man müsse davon ausgehen, dass zu viele Schüler abspringen und die notwendige Klassenstärke nicht erreicht wird.

Leupold erinnerte daran, das noch vor kurzem bei den Informationstagen an der Schule mit der BOS 13 geworben worden sei. Auch MdL Georg Stahl (er ist Mitglied im Bildungsausschuss) habe erklärt, dass die Stufe "zu 90 Prozent kommt". Jetzt sagte Leupold, man hätte sich mehr Hilfestellung durch den Stimmkreisabgeordneten gewünscht. "Es scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein, dass er das Vorhaben nachhaltig vertritt", kritisierte der CSU-Fraktionschef seinen Parteifreund.

Die Räume, so Leupold weiter, seien nicht das Problem gewesen. Sie hätten im ehemaligen Tierzuchtamt (bei der Schule um die Ecke) angemietet werden können. Jetzt müssen die Schüler nach Schwandorf oder Amberg ausweichen. Dies sei besonders schwierig für solche, die nördlich von Weiden leben. "Die nördliche Oberpfalz wird mit dieser Entscheidung sehr stiefmütterlich behandelt." Leupold: "Wir sind sehr verärgert und fühlen uns auf den Schlips getreten."

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