"Mobile IT" im Auto mit Vorsicht zu genießen - Vortragsreihe an HAW
Zu viel Technik lenkt ab

Die "Mobile Security" beleuchtete Diplom-Ingenieur Swen Baumann beim "IT-Tag". Bild: zpe

"Chancen und Risiken der Mobile IT" - so lautete das Thema einer Vortragsreihe im Hörsaalgebäude der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Beim "IT-Tag" ging es um Vorteile, aber auch um ein mögliches Gefahrenpotenzial, das mobilen Geräten innewohnt. Dazu hatte Professor Dr. Wolfgang Renninger namhafte Referenten aus der Wirtschaft geladen.

Als Veranstalter der Reihe traten die IHK Regensburg, IT-Speicher für die Oberpfalz und die Wirtschaftsentwicklung Nordoberpfalz auf. Zunächst ging Dr. Thorsten Köhler, Innovationsmanager von "Continental", auf die Consumer-Elektronik im Auto ein. In Zukunft, so der Experte, würden Smartphones in Fahrzeugen Bilder deckungsgleich mit der Realität anhand von Displays über die Motorhauben projizieren.

Fahrer beeinträchtigt

Wo Licht ist, sei aber auch Schatten. Es sei eine Herausforderung für die Entwickler, den Fahrer nicht abzulenken. Allein schon das Berühren eines Smartphones bei laufendem Motor, selbst auf dem Parkplatz, sei strafbar. 0,8 Promille Blutalkohol steigere die Reaktionszeit um 15 Prozent, der Konsum von Cannabis beeinträchtige das Fahrverhalten um 21 Prozent - und Telefonieren mit Freisprechanlage um 26,5 Prozent. Und wer gar eine SMS während des Fahrens schreibe, sei um 37,4 Prozent abgelenkt. Dr. Kohler sprach vom "Tunnelblick". Gefahrenpotenzial habe auch das Lesen eines mehr als 30-stelligen Text oder das Bedienen von mehr als sechs Knöpfen.
Dennoch könne sich Mobile IT positiv auf das Fahrverhalten auswirken. Die neue Technologie könnte insbesondere das "Fahren von Flotten" - das Führen von Brummis - erleichtern. Leider bestehe die Möglichkeit, IT auch negativ für den Fahrer, zum Beispiel von Versicherungen, auszunutzen.

Diplom-Ingenieur Swen Baumann von der Firma "NCP engineering GmbH" informierte über das Thema "Mobile Security". Seine Botschaft: Für Unternehmen werde ein sicherer mobiler Zugriff auf das Firmennetz immer wichtiger. Der Referent gab einen Überblick über VPNB-Technologien, "SSL VPN" und Sicherheitsrisiken. Dabei entlarvte er Mythen und zeigte Lösungsmodelle für sichere "SSL VPN". Mittelständischen Unternehmen gab er Handlungsempfehlungen an die Hand, wie sie ihren mobilen Zugang sicher gestalten.

Für den verhinderten Reimund Willig, der über "Big Data Analytics" sprechen wollte, war kurzerhand Mika Kotro von der Firma "GMC 2" eingesprungen. Er referierte über Datenvernetzung und die Chancen für bessere Kundenbindungen. Im Anschluss lud Dr. Wolfgang Renninger von der HAW die Zuhörer zu einer Podiumsdiskussion.
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