18.10.2012 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Modelleisenbahnclub feiert 40-jähriges Bestehen und 20 Jahre Patenschaft mit Tachau: Großer Bahnhof zum Jubiläum

Der Modelleisenbahnclub Weiden hat gleich zwei Gründe zu feiern: Da wäre zum einen sein 40-jähriges Bestehen, zum anderen die 20-jährige Patenschaft mit dem Modellbahnzirkel der Zelecna-Schule Tachau. Aus diesen Anlässen luden die Verantwortlichen um Vorsitzenden Horst Scheiner zur Festveranstaltung.

Mit einer Menge prominenter Gäste feierte der Modelleisenbahnclub ein doppeltes Jubiläum: Der Verein selbst besteht nun seit 40 Jahren, ebenfalls jährt sich die Patenschaft mit den Modelleisenbahn-Freunden aus Tachov zum 20. Mal. Bild: R. Kreuzer
von Reinhard KreuzerProfil

Scheiner, der gleichzeitig Leiter des Modelleisenbahn-Museums ist, erinnerte dabei an die Vorgeschichte des Clubs und gab einen Überblick der Entwicklung bis hin zur Gegenwart. Alles begann mit der Gründung des Vereins durch Scheiner zusammen mit Walther Kunstmann und Dietrich Eckert. Gleich danach organisierte man die erste Eisenbahnschau in der ganzen Region. Ein Jahr später eröffnete das Museum feierlich. 1985 fand der Bundesverbandstag in Weiden mit über 800 Gästen aus Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern statt.

Freundschaft über Grenzen

Mit der Wende begann eine Zeit des Kennenlernens und der Zusammenarbeit mit Eisenbahnfreunden in Ostdeutschland und Tschechien - mit der Modellbahn AG Crottendorf bei Annaberg-Buchholz und dem Modellbahnzirkel aus Tachau. Gerade mit dem Tachauer Verein hat sich eine gedeihliche Zusammenarbeit und spätere Patenschaft entwickelt. "Unsere Vereine haben schon kurz nach der Grenzöffnung Kontakt aufgenommen und nunmehr 20 Jahre die Patenschaft gehalten", resümierte Scheiner. Die Initiative ging von der tschechischen Seite mit Postdirektor Miroslav Pansky und Schuldirektor Frantisek Soukup sowie Frantisek Dach aus.
Dolmetscher Vladimir Svigler leistete bei der Feier eine Menge Arbeit: Er übersetzte alle Reden ins Tschechische, die Grußworte seiner Landsmänner ins Deutsche. Miroslav Pansky, der Leiter des Modellbahnzirkels Tachau, überreichte Geschenke zu beiden Jubiläen. Er erinnerte in seinem Rückblick, dass die Wende auch für Modelleisenbahn-Liebhaber ein Glücksfall war. So kamen sie an einst schwer erhältliche Modell-Teile. "Wir konnten eine erste Ausstellung abhalten - mit so vielen Modellen wie noch nie. Auch die funktionierende Patenschaft über 20 Jahre und sogar Freundschaft über Grenzen hinweg hat sich entwickelt", so Pansky.

Bürgermeister Lothar Höher lobte in seiner Ansprache die Arbeit der Clubs. Dies helfe beim Zusammenwachsen in der Mitte Europas. "Die Symbiose Eisenbahn und Weiden haben eine große Geschichte. Die Entscheidung, die Eisenbahn nach Weiden zu bringen, hat uns weiter gebracht", sagte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Dank für die Arbeit des Weidener Clubs kam vom früheren Kulturamtschef Bernhard M. Baron.

Drittes Jubiläum

Für die CSU-Fraktion überbrachte Wolfgang Pausch Glückwünsche. Norbert Uschald wiederum betonte, dass der Club noch ein kleines Jubiläum feiern kann: Er ist jetzt 15 Jahre Mitglied im Heimatring, dessen zweiter Vorsitzender Uschald ist.

Peter Briegel, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Eisenbahn-Freunde, nannte den Weidener Zusammenschluss einen der aktivsten Vereine überhaupt. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass das Interesse an Modelleisenbahnen nicht schwinden wird: "Das Hobby wird wieder eine Renaissance erleben. Denn vom Kunstmaler bis zum IT-Spezialisten ist bei der Modellanlage alles gefragt."

Nach der Feierstunde durfte die Bevölkerung beim "Tag der offenen Tür" das Museum kostenlos besuchen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.