Musikantentreffen zu Lichtmess großer Erfolg - Triumphale Rückkehr von Ingrid und Franz Gericke
Auch den Hut reichlich gefüllt

Das Lichtmess-Treffen der Nordoberpfälzer Musikfreunde hatte viel zu bieten. Die Besucher waren begeistert, unter anderem von Rudi Bergold (links hinten). Bilder: hcz(2)

An Lichtmess ende die Weihnachtszeit, erklärte Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler beim Musikantentreffen in der Waldgaststätte "Strehl". Gleichzeitig sei Lichtmess - bis 1912 sogar Feiertag in Bayern - das Ende des bäuerlichen Arbeitsjahres.

Der Lohn für das ganze Jahr sei den Dienstboten ausbezahlt worden und, meist mündlich, ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen worden. Die Musikanten, die am Vorabend des Lichtmess-Tages aufspielten, dürfen alle bleiben. Sie wurden von den weit über 100 Besuchern enthusiastisch gefeiert. Auch der Hut, der zugunsten der Jugendförderung kreiste, wurde diesmal reichlich voll.

Michl Duschner, der Vorsitzende der "Nordoberpfälzer Musikfreunde", hatte wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Alois Lindner aus Schwarzenbach und Gerald Kliebhan aus Pressath eröffneten den musikalischen Reigen mit dem "slowenischen Bauerntanz". Der Weidener Hans Eismann spielte den "Zillertaler Hochzeitsmarsch" und später das alte Oberpfälzer "Aber heit gäits schöi". In die gleiche heimatliche Kerbe schlug das Irchenriether Nachwuchstalent der "Nordoberpfälzer", Julia Thanner, mit "Eieiei, die Goas is weg" und "Mir san vom Wold daham". Marianne Helm aus Waldsassen begeisterte mit althergebrachtem Liedgut, begleitet von Hans Kowatsch auf dem Akkordeon. Sepp Sturm (Riglasreuth) spielte auf seiner Steirischen und besang unter anderem die "Ganserl weiß und braun ...".
Lange hatten sich Ingrid und Franz Gericke nicht mehr bei den "Nordoberpfälzer Musikfreunden" sehen lassen. Um so triumphaler fielen ihre Auftritte am Samstag aus. Die beiden Schwergewichte aus Schnaittenbach boten mit Tuba und Zither ein musikalisches Feuerwerk, spielten ungeniert auf ihre eigene Leibesfülle an ("I hob a Mords Trumm Wampm"), brachten das bekannte "Henneraug'", aber auch Subtiles, wie Georg Kreißlers "Wenn ich träume". Nach Franz Gerickes Louis Armstrong-Imitation nach "High Society" zeigte das, als "Blecherne Sait'n" bekannte Duo, dass es auch die leisen Töne beherrscht und besangen "D'Liab". Rudi Bergold aus Wernberg erzählte musikalisch "Geschichten mitten aus dem Leben". Seine Witze trieben den Gästen Tränen in die Augen. Manfred Döllinger (Neunkirchen) brachte meisterliche Melodien aus der Seefahrt und aus "maurischer Wüste".
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