Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Hans-Sauer-Schule ist jetzt in Betrieb
Beon steht stärker unter Strom

Mit dem Druck auf den roten Knopf startete OB Kurt Seggewiß (2. v. r.) die neue Photovoltaikanlage, dann starteten die Luftballons in den Himmel. Die Jungs und Mädels von der Nachmittagsbetreuung an der Hans-Sauer-Schule hatten ihren Spaß dabei und stellten an Hubert Hösl (rechts) eifrig Fragen über Sonnenenergie. Bild: Huber

Gerade mal zwei Minuten ließ sich die Sonne blicken. Ansonsten zeigte sich der Himmel betrübt. Und das ausgerechnet in der "Woche der Sonne" - und zur Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage in Rothenstadt. Den Schülern der Hans-Sauer-Schule konnte das den Spaß nicht verderben. Sie ließen am Donnerstag trotzdem ihre sonnengelben Luftballons in den Himmel steigen.

"Wir freuen uns, dass wieder eine neue Anlage eröffnet wird", sagte Ralf Möhrle, Vorsitzender der Bürger Energie Oberpfalz Nord (Beon). Die Genossenschaft betreibt unter anderem die Photovoltaik-Anlagen auf der Pestalozzischule und auf der Max-Reger-Halle. Nachdem das Dach der Grundschule saniert worden war, habe die Genossenschaft die Gelegenheit genutzt. Für das Entgegenkommen dankte Möhrle der Schule mit Rektorin Renate Reger an der Spitze.

Für regionale Versorgung

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß fiel die Aufgabe zu, die Anlage mit einem Druck auf den dicken roten Knopf in Betrieb zu nehmen. Ziel der Stadt sei es, in der Nordoberpfalz wieder eine regionale Stromversorgung zu schaffen, "wie wir sie mit der OBAG schon mal hatten." Die sei leider von den "Kommunen verscherbelt" worden. Dabei setze die Stadt auf umweltfreundliche Energiequellen, um von Kohle, Erdöl und Erdgas unabhängiger zu werden.

An die Gefahren von Atomstrom erinnerte Hubert Hösl, Leiter der Geschäftsstelle Weiden der Iliotec GmbH und zugleich Vorstandsmitglied der Beon, mit dem Hinweis auf Fukushima. Er informierte die Anwesenden - darunter auch Stadträte sowie Mitglieder der Beon - über die technischen Daten der Anlage: Die Photovoltaikanlage war Ende Januar - nach drei Monaten Bauzeit - fertiggestellt worden. Die Leistung beträgt 72,5 Kilowatt-Peak. Bei einer jährlichen Stromproduktion von rund 78 300 Kilowattstunden könnten etwa 20 3-Personen-Haushalte mit Solarenergie versorgt werden. Hösl stellte zudem eine Speicherbatterie vor, mit deren Hilfe Sonnenenergie auch nachts genutzt werden kann.

Wie die Sonne im Winter - an Tagen, an denen sie überhaupt nicht zu sehen ist - Energie liefern kann, das wollte Alessia (10) nicht einleuchten. "Helligkeit allein genügt schon für die Stromerzeugung", erklärte Hubert Hösl. Allerdings sei in der kalten und dunklen Jahreszeit ein Mix verschiedener Energieformen nötig, um den Strombedarf zu decken.
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