Neue Stellplatzverordnung fordert mehr Parkplätze

Zu viele Wohnungen, zu viele Autos, zu wenig Stellplätze. Nicht nur in Weiden-Ost oder in den Naabwiesen kennen die Anwohner dieses Problem. Auch im Baugebiet Schirmitzer Weg stehen sich die Fahrzeuge auf Spielstraßen oder in verkehrsberuhigten Bereichen die Reifen platt. Dabei konkurrieren sie mit den Kindern, denen sie Platz und Freiraum rauben. "Wir alle sehen, wo es fehlt. Aber wir wursteln so weiter", ärgerte sich Herbert Burger bei der CSU-Ortsbegehung.

"Wir müssen und dürfen nur gesetztes Recht anwenden", betonte Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm. Der Stellplatzschlüssel sei in der entsprechenden Verordnung der Stadt festgelegt. Es werde immer deutlicher, dass die Stellschrauben nachgezogen werden müssten. Ein Investor müsse die geforderten Stellplätze nachweisen. Oft sei es aber vernünftiger, mehr als gefordert zu erstellen. "Ausreichend Stellflächen anbieten zu können, ist ein Argument beim Kauf und beim Vermieten einer Wohnung."

Auch aufgrund der sich abzeichnenden Nachverdichtungen im Rehbühl und Hammerweg sei es für die Stadt überlegenswert, den Stellplatzschlüssel dem erhöhten Bedarf anzupassen. Dies könne relativ schnell über die Bühne gehen. Auch die Bürger-Bauberatung könne den Bauherren entsprechende Hinweise geben, mehr Stellplätze als gesetzlich festgesetzt zu bauen. "In vielen Straßen ist aufgrund der mangelnden Stellplätze Ärger vorprogrammiert."

Die Stellplatzverordnung greife bei jedem Bauantrag, auch in den alten Baugebieten - nicht nur für Bauträger, sondern auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. (wd)
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