24.08.2014 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nicht sauber zu Ende gespielte Konter einziger Makel beim 1:0-Sieg gegen den TSV Aubstadt SpVgg SV Weiden: Luxusproblem

Es ist das berühmte Haar in der Suppe, das man suchen muss, wenn es um die momentanen Leistungen des Bayernligisten SpVgg SV Weiden geht. Denn wie schon beim 2:0 im Derby vor einer Woche beim FC Amberg vergaben die Schwarz-Blauen am Samstag im Heimspiel beim 1:0 (1:0) gegen den TSV Aubstadt einen möglichen höheren Sieg durch nicht sauber zu Ende gespielte Konter.

von Autor LSTProfil

"Wenn das unsere einzige Sorge ist, dann ist es ein Luxusproblem, mit dem wir leben können", erstickte SpVgg SV-Trainer Christian Stadler nach dem Schlusspfiff jeglichen noch so kleinen Anflug von Kritik.

Makellose Heimbilanz

Was man ihm aber auch nicht verübeln kann. Denn die bisherige Bilanz seiner Mannschaft kann sich mehr als sehen lassen: Der Erfolg gegen Aubstadt war der fünfte in Folge und der fünfte in dieser Saison zuhause. 15 Punkte aus fünf Partien am Wasserwerk und eine überragende Torbilanz von 10:0 stehen zu Buche - die SpVgg SV ist in heimischen Gefilden eine Macht. Der Lohn dafür: Die Weidener bleiben nach neun Spieltagen mit 21 Zählern dem Spitzenreiter SpVgg Jahn Forchheim (22) eng auf den Fersen, gefolgt vom Regionalliga-Absteiger Viktoria Aschaffenburg (20).

"Mund abputzen. Auch wenn wir unsere Angriffe gegen den TSV Aubstadt in der Endphase nicht konsequent verwertet haben, kräht in einer Woche kein Hahn mehr danach", sagte Stadler. Entscheidend sei, dass man seine weiße Heimweste trotz der enormen Doppelbelastung in den letzten Wochen bewahrt habe. "Jetzt kommt endlich wieder eine normale Woche auf uns zu, in der wir an den Feinheiten in unserem Spiel weiter arbeiten und uns noch verbessern können", so der Weidener Coach.

Gegen die Unterfranken hatte er seine Anfangsformation gegenüber dem 2:0 im Derby beim FC Amberg nur auf einer Position verändert. Für den sich momentan im Urlaub befindlichen Toptorjäger Christoph Hegenbart begann Benjamin Burger.

Sehr gut sortiert standen die Aubstädter in der Defensive und machten die Räume eng. Sie attackierten früh und lauerten auf die Fehler der Schwarz-Blauen, die sich in den Anfangsminuten schwer taten. Gegen die großen TSV-Abwehrrecken wurde seitens der SpVgg SV zu viel mit hohen Bällen agiert, Gefahr entstand dadurch kaum.

Rassige Zweikämpfe

In einer rassigen und von vielen Zweikämpfen geprägten Partie schenkten sich beide Mannschaften nichts, die besseren Möglichkeiten hatten zunächst die Weidener durch Burger (10.) und Stefan Graf (13.), deren Versuche aber zu ungenau waren. Auf der Gegenseite testete Christian Wachmer Weidens Keeper Dominik Forster (14.), ehe Daniel Leicht seinen Versuch aus 18 Metern etwas zu hoch ansetzte. Wie schon in den letzten Partien gegen Haibach und Amberg auch, brachte eine Standardsituation die Gastgeber auf die Siegerstraße.

"Eigentlich ist ein Kopfballtor gegen die robuste und große Aubstädter Abwehr fast gar nicht möglich. Aber irgendwie hat es dann doch geklappt", freute sich Stadler, als Thomas Schneider einen Freistoß aus 20 Metern genau auf den Kopf von Peter Schecklmann zirkelte und der drückte den Ball aus einem Meter Entfernung über die Linie. Dass er bei dieser Aktion von Aubstadts Keeper Christian Mack unglücklich an der Wange getroffen wurde, konnte er sicherlich verschmerzen.

"Uns war klar: Wenn wir das 1:0 machen, dann sind wir nur schwer zu schlagen. Dann hat es jede Mannschaft in der Bayernliga schwer, das Spiel gegen uns noch zu drehen", erklärte Stadler. Und genauso war es dann auch. Zumal sich Aubstadt in der zweiten Hälfte durch Gelb-Rot gegen Christoph Rützel selbst dezimierte. Der Rest war das erwähnte "Luxusproblem", denn weder Michael Riester (76.) und der erneut stark agierende Friedrich Lieder (78.) machten das 2:0, wobei die unermüdlich anrennenden Aubstädter in der Schlussphase auch nicht mehr wirklich Gefährliches zustande brachten.

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