15.02.2011 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

NT-Starter bei "Von 0 auf Triathlon" begeistert Nur Positives zur Halbzeit

Die Vorbereitungszeit schwindet, die Motivation dagegen steigt: So geht es den beiden Teilnehmern des Medienhauses "Der neue Tag" am Projekt "Von 0 auf Triathlon". Die Hälfte der sieben Monate bis zum Weidener Injoy-Triathlon am 29. Mai sind vergangen. Die Begeisterung bei Chefredakteur Clemens Fütterer und Grafikerin Daniela Kleber ist ungebrochen.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Fütterer kann seine Trainingsfortschritte sogar in Zahlen ausdrücken. "17 Kilogramm hab' ich seit vergangenem Sommer verloren, von 102 auf 85", sagt er. Doch geschenkt bekam er die Kilos nicht. "Acht bis zwölf Stunden investiere ich wöchentlich in den Sport." Das Schwierigste sei nicht, sich aufzuraffen, sondern die Trainingseinheiten mit der beruflichen Belastung in Einklang zu bringen. So sei er meist am frühen Morgen, mal mittags oder am Abend unterwegs, "wenn andere die Tagesschau einschalten".

Bis zu 42 Lauf-Kilometer kommen so wöchentlich zusammen. Davon profitiert auch der Fitnesszustand von Cockerspaniel Bonny, der sein Herrchen freudig begleitet. Neben dem Gewichtsverlust hatte das Training, vor allem die harten Intervall-Einheiten, zwei andere Ergebnisse: "Erst sakrischen Muskelkater, aber eine deutliche Temposteigerung". Ähnlich begeistert berichtet Daniela Kleber von ihren Erfahrungen.

Wie ihr Kollege arbeitet die Eschenbacherin die Trainingspläne von Coach Pierre Jander ab, greift nebenbei allerdings auf einen Privat-Trainer zurück: "Mein Vater Manfred achtet darauf, dass ich alles richtig mache", sagt sie lachend. Mit ihm und seiner Triathlongruppe ist Kleber die meiste Zeit unterwegs. Gemeinsam mache es mehr Spaß. Alleine absolviert sie das Training im Fitnessstudio - was oft weniger Freude bereite.

"Suspektes Element" Wasser

Fütterers Problemgebiet liegt dagegen beim Schwimmen. "Über Jahrzehnte hab' ich Hallenbäder und Sportbecken gemieden. Ich betrachtete Wasser eher als suspektes Element", erzählt er. Deshalb wird es auch von dieser Disziplin abhängen, ob er den längeren Olympischen Triathlon (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Radfahren, 10 Laufen) oder die Sprintdistanz (0,5, 20, 5) absolviert.

Das erste Schwimmtraining beschreibt der 53-Jährige als fast traumatische Erfahrung. "Ich hatte im Wasser regelrechte Panikattacken." Inzwischen gehört dieses Negativ-Erlebnis der Vergangenheit an: "Pro Trainingseinheit schwimme ich inzwischen 1,5 Kilometer, wenn auch nicht am Stück." Diese Fortschritte führt er vor allem auf das "professionelle, sympathische Coaching durch Pierre Jander und dessen bewundernswerte Geduld" zurück. Das dicke Lob erwidert Coach Jander postwendend. Der Triathlet und Inhaber der Trainer-B-Lizenz ist mit dem Engagement seiner Schützlinge sehr zufrieden - nicht nur mit den NT-Startern. "Bisher ziehen alle voll mit. Die Motivation ist fast noch höher als bei den Startern der ersten Staffel."

Motivierte Gruppe

Motivierend ist auch der Kreis der "0 auf Triathlon"-Kollegen: eine "wirklich nette Truppe mit kameradschaftlichen Leuten." In dieses Lob schließen die NT-Triathlon-Aspiranten auch Gerd Paulus und dessen Team im Fitnessstudio Injoy ein, wo sie das Spinning- und Krafttraining absolvieren. Auch hier waren die ersten Erfahrungen eher ungewohnt. "Es war schon seltsam, als einziger Mann am Bauch-Beine-Po-Training teilzunehmen", erinnert sich Clemens Fütterer. Doch wieder gibt der Erfolg dem Training recht: Die Zahl der Liegestützen und Klimmzüge schraubte sich merklich nach oben.

Ideale Stress-Bewältigung

Die neue Stabilität im Rumpf erwies sich als vorteilhaft. Und auch im Alltag habe es eine Wandlung gegeben: "Da sich Lauf-Training und Spinning meist im aeroben Bereich bewegen, sind sie ideal für die Stress-Bewältigung und Regeneration nach einem langen Arbeitstag", betont der 53-Jährige.

So steht für beide NT-Starter fest, dass sie am großen Ziel, dem Triathlon am 29. Mai, festhalten. Kleber geht auf die Sprintstrecke und hebt sich die Olympische Distanz für 2012 auf. Fütterer würde diese gerne schon 2011 in Angriff nehmen. "Laufen und Radfahren wären jetzt kein Problem mehr", sagt er. Und auch sein Coach Pierre Jander ist da zuversichtlich: "Mit ein paar zusätzlichen Schwimmstunden wird das schon."

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