OB Seggewiß gibt Nachbarn Schuld, sollte Einkaufszentrum scheitern
"Hals nicht vollkriegen"

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß platzte bei der Vertreterversammlung der Volksbank der Kragen: "Das geplante Einkaufszentrum liegt nicht in der Hand der Stadt oder des OB. Wir hätten das Einkaufszentrum schon längst. Doch es scheitert an drei Bürgern der Stadt, die den Hals nicht vollkriegen." Er sei bereit, den Namen dieser drei Bürger "hinter vorgehaltener Hand zu nennen".

Zuvor hatte Gerhard Ludwig, Vorstandssprecher der Volksbank Nordoberpfalz, eine "zügige Umsetzung des Einkaufscenters im Herzen der Stadt" angemahnt. Zur Vertreterversammlung am Donnerstagabend im Gustl-Lang-Saal der Max-Reger-Halle waren eigens die Gesellschafter des Investors Fondara, Franz Humplmair und Thomas Schumacher, aus München angereist.

In seinem Redemanuskript appellierte Volksbankchef Ludwig "an alle Beteiligten, besonders die angrenzenden Grundstückseigentümer (...), im Interesse des Ganzen" mitzuhelfen, zügig eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Offenbar sind die Verhandlungen mit dem potenziellen Investor Fondara an einem kritischen Punkt angelangt. "Irgendwann ist Schluss mit lustig. Bei einem erneuten Ausstieg ist Weiden (als Investitionsstandort für ein Einkaufszentrum) verbrannt", warnte Oberbürgermeister Seggewiß mit vernehmbarer Emotionalität bei der Jubiläumsveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen der Volksbank. Der OB erhoffte sich zusätzlichen Druck durch die "lieben Genossinnen und Genossen" der genossenschaftlich aufgestellten Volksbank, die übrigens "verdammt gut" auf dem Markt unterwegs sei.

Besonders beeindruckte den OB die erfolgreiche Hinwendung der Volksbank zu den Firmenkunden. "Liebe Mitarbeiter der Volksbank, ihr macht einen tollen Job in der Region und eure Hausaufgaben sehr gut."
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