13.12.2008 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Oberstleutnant Bernd J. Henn: "Wir sind immer noch da!" - Jahresabschlussappell Der Geist der Truppe ist ihre Stärke

"Wer aufhört besser zu sein, hat aufgehört gut zu sein!" Diesem Jahresmotto haben sich die Lehrgangsteilnehmer im abgelaufenen Jahr gestellt. Zum Abschluss des fünfmonatigen Feldwebellehrganges III 2008 wurden die Lehrgangsbesten beim Jahresabschlussappell geehrt. General a. D. Günter Kießling referierte über "Elitenbildung in der Bundeswehr".

von Autor rdoProfil

Oberstleutnant Bernd J. Henn begrüßte in der vollbesetzten Max-Reger-Halle auch namhafte Gäste aus Politik und Gesellschaft. "Wir von der Lehrgruppe C der Unteroffiziersschule des Heeres sind immer noch da!", freute sich der Oberstleutnant.

"Genauso wichtig ist es aber auch, für uns Soldaten mit diesem Appell bei ihnen, der Bevölkerung der Region und der Stadt Weiden ein herzliches Vergelt's Gott zu sagen für die Unterstützung." Das militärische und zivile Stammpersonal umfasste 2008 etwa 800 Feldwebelanwärter und 100 Lehrgangsteilnehmer in zivilberuflicher Aus- und Weiterbildung. "Die Patenschaften zwischen der Lehrgangsgruppe C und der Stadt Weiden , aber auch die Patenschaften meiner drei Inspektionen mit unseren Patengemeinden Flossenbürg, Neusorg und Irchenrieth sowie den amerikanischen Kameraden von der NCO-Akademie sind herausragende Beispiele für handelnde Personen und sie sind mit Leben erfüllt", so der Kommandeur

Bürgermeister Jens Meyer ging auf die seit 1992 bestehende Patenschaft mit der Lehrgruppe C ein. Die Stadt Weiden sehe mit Wehmut der geplanten Schließung des Standortes entgegen. "Weiden hat Tradition als Garnisonsstadt. Die gewachsenen Verbindungen zwischen Soldaten und Bevölkerung, die Bundeswehr als Auftraggeber und Kaufkraftspender für die heimische Wirtschaft genießen einen hohen Stellenwert." Der in Rendsburg beheimatete General a. D. Dr. rer. pol. Günter Kießling referierte zum Thema "Elitenbildung in der Bundeswehr" (siehe auch Seite 5). Sehr lebendig und eindrucksvoll ging der 83-jährige auf das Thema ein. "Elitenbildung hat etwas mit Unteroffizieren zu tun. Elite ist mehr als nur Können. Truppenführung ist eine Kunst, es braucht Charakter, Geist und schöpferische Tätigkeit. Der Kommandeur ist Erzieher seiner Soldaten." Der General freute sich wieder in Weiden zu sein und schloss mit einem Satz von Carl von Clausewitz, der das Kernproblem löst: "Alle großen Dinge sind einfach und das Einfache ist immer schwer."

Multimedialer Rückblick

Zum Abschluss wurde ein multimedialer Jahresrückblick über die Ausbildung der Lehrgangsgruppe C gezeigt. Oberstleutant Bernd J. Henn dankte dem Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg, das mit Märschen schwungvoll durch den Nachmittag begleiteten und verwies auf ein Wohltätigkeitskonzert am 5. Mai 2009 in der Max-Reger-Halle zu Gunsten des Projektes "Soziale Stadt.

Am 18. Juni 2009 findet ein feierliches Gelöbnis in Tirschenreuth statt. Der Oberstleutnant schloss die feierliche Veranstaltung mit dem Jahresmotto 2009: "Das Gegenwärtige ist begrenzt. Das Mögliche ist unermesslich."

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