30.08.2012 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Opernsängerin Sophie Elisabeth Schärtel beigesetzt Stimme ist verklungen

von Autor rdoProfil

Anfangs erklang der Walkürenritt von Richard Wagner - gesungen von Sophie Elisabeth Schärtel. Sie ist nun verklungen, die Stimme der Weidener Opernsängerin. "Und zugleich ist doch die Musik ein Beispiel für etwas Höheres, etwas Überirdisches, etwas was den Menschen heraushebt aus dem täglichen Dasein", sagte Dekan Dr. Wenrich Slenczka bei der Trauerfeier am Mittwoch im Stadtfriedhof.

Gewiss hat die im Alter von 92 Jahren Verstorbene schon lange nicht mehr auf der Bühne gestanden. Am Mittwoch aber erinnerten Bilder an die Glanzzeiten der Opernsängerin, die auch Trägerin der Max-Reger-Medaille war. Unter den zahlreichen Trauergästen waren neben Verwandten und Bekannten auch Stadtrat Alois Schinabeck als Vertreter des Oberbürgermeisters sowie Mitglieder des Fördervereins für Kammermusik um Hans-Robert Thomas.

Es war zunächst die Hausmusik, die die Opernsängerin fesselte. "Ihre Eltern betrieben eine Metzgerei deren Namenszug noch heute am alten Rathaus zu sehen ist", erinnerte der Dekan. Nachdem sie zwei Schwestern samt Partner durch einen Flugzeugabsturz 1972 verlor, übernahm sie die Verantwortung für die fünf hinterbliebenen Neffen und Nichten. Damals verließ die Mezzosopranistin die Bühne und wechselte 1973 an das Konservatorium in Nürnberg, um dort zu unterrichten, wo sie den Angehörigen näher sein konnte.

Ihre Initialen zieren eine gestiftete Pfeife der Max-Reger-Orgel, von der aus "Gib uns den Frieden" von Bach erklang. "Wir werden getröstet mit der Hoffnung auf den himmlischen Klang, das Siegeslied für den auferstandenen Christus, der uns den Vorhang zum Himmel eröffnet", ermutigte der Geistliche die Trauergemeinde.

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