Paukenschlag in 12 000-Mitarbeiter-Firmengruppe: Manfred Ries geht - Hans-Norbert Topp (früher ...
Neue Geschäftsführung bei ATU

Hans-Norbert Topp. Bild: ATU
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
27.06.2013
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(ca) Paukenschlag bei ATU. Das Unternehmen verabschiedet sich vom bisherigen Vorsitzenden der Geschäftsführung Manfred Ries. Neuer Vorsitzender ist mit sofortiger Wirkung Hans-Norbert Topp. Topp (51) war zuletzt für ein Jahr Vertriebsgeschäftsführer beim Dübelhersteller Fischer in Stuttgart, davor Vertriebsvorstand des Autovermieters Sixt.

Topp hat gemeinsam mit den beiden weiteren Geschäftsführern Christian Schmitz und Christian Sailer eine "Sonderinfo" unterzeichnet, die am Donnerstagabend an alle Mitarbeiter ging. Zitat: "Manfred Ries hat den Staffelstab in beiderseitigem Einvernehmen übergeben. Herr Ries macht damit den Weg für den nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung frei. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Ries für sein jahrelanges Engagement." Ries war zuletzt in Bedrängnis geraten, nachdem Mitarbeiter im ZDF-Magazin Frontal 21 u. a. über Behinderung bei der Betriebsratswahl
berichtet hatten. Nach NT/AZ-Informationen hat sich Ries letzte Woche in einer Aufsichtsratssitzung mit Dr. Steffen Pauls von Investor KKR (Kohlberg Kravis, Roberts & Co) überworfen. Pauls ist seit März neuer Aufsichtsratsvorsitzender. Auslöser war die Refinanzierungsstrategie. Es laufen Verhandlungen mit der französischen Mobivia-Gruppe.
Topp wird ein "Sanierungsspezialist" zur Seite gestellt: Detlef Specovius, der ebenfalls in die Geschäftsführung bestellt wurde. Die bisherigen Mitglieder Christian Sailer und Christian Schmitz werden weiter für die Bereiche Finanzen bzw. Vertrieb/ Einkauf zuständig sein. Topp und Specovius sollen sich auf ein Sanierungskonzept konzentrieren.

Ziel sei es, der "saisonalen Schwankungsanfälligkeit" mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder zu begegnen. "Hierbei kommt es auch darauf an, dass mehr große Unternehmen ihre Fahrzeugflotten zu uns in die Werkstätten schicken und das mehr Produkte online verkauft werden." Die Geschäftsführung dankt den rund 12 000 Mitarbeitern für ihre "Solidarität in turbulenten Zeiten": "Sie sind die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft."
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