Richtig vererben: Starke Resonanz auf Info-Abend
Frühzeitig vorsorgen

Ein "Hoffnungsschimmer" für viele Ratsuchende: Rechtsanwältin Dr. Christiane Bardenheuer und Diplom-Kauffrau (Univ.) Cornelia Schäfer (von rechts) betreiben das gleichnamige Beratungsnetzwerk. Bild: hcz
In 500 Paragrafen regelt der Gesetzgeber das Erbrecht. Ein sehr komplexes Thema also, mit dem sich Rechtsanwältin Dr. Christiane Bardenheuer und Diplom-Kauffrau (Univ.) Cornelia Schäfer in der Kanzlei Bardenheuer & Schütz nun öffentlich beschäftigten: Als Beratungsnetzwerk "Hoffnungsschimmer" informieren die beiden Expertinnen regelmäßig Klienten zu verschiedenen wichtigen Themen. Wie bedeutend die Frage "Was wird aus meinem Erbe?" ist, zeigte sich bereits bei den zahlreichen Anmeldungen. Es musste ein zweiter Info-Abend angesetzt werden.

Unter dem Eindruck von Tod und Trauer bei unterschiedlichem Informationsstand und verschiedenen Erwartungen den Erbfall regeln zu müssen, sei für alle belastend, stellte Schäfer fest, die als psychologische Heilpraktikerin und Coach in Parkstein wirkt. Daher sei es wichtig, zu einem unbelasteten Zeitpunkt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, alles vorher zu klären. Jeder der Beteiligten - sowohl Erblasser als auch Erben - müsse sich über seine eigenen Absichten und Wünsche im Klaren sein. Es gelte, Informationen und gegebenenfalls den Rat von Profis einzuholen.

Über Ziele klar werden

"Welche Ziele will ich verwirklichen?" Die finanzielle Absicherung des Partners, der Kinder, des Unternehmens oder des Familienbesitzes? Sich darüber klar zu werden und die Prioritäten zu ordnen, sei der erste notwendige Schritt bei der Regelung des Erbes, riet Dr. Bardenheuer. Sodann sollten ein Bestandsverzeichnis erstellt, Ordner angelegt und Vollmachten erteilt werden. In einem dritten Schritt sollten die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten der zu Bedenkenden berücksichtigt werden. Steuerrechtliche Fragen, riet die Anwältin und Mediatorin, könnten hintangestellt werden. Denn: "Das Erbschaftssteuerrecht in Deutschland ist nicht schlimm. Wir haben hohe Freibeträge."

Zuletzt ging Dr. Bardenheuer auf gesetzliche Erbfolge, Pflichtteilsrecht und praktische Fragen der Abfassung von Testamenten und Vermächtnissen ein. Wichtig sei, dass Letztgenannte eigenhändig und handschriftlich verfasst und im Todesfall auffindbar seien. Es empfehle sich die - recht kostengünstige - Hinterlegung beim Amtsgericht.

Am 12. Juni findet die Wiederholungsveranstaltung statt. Im Oktober ist zum zweiten Mal ein Scheidungsthema vorgesehen. Infos und Anmeldungen in der Kanzlei Dr. Bardenheuer & Schütz, 0961/419515.
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