27.12.2013 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Rupprecht informiert sich bei Energie-Technik-Weiden über kinetisches Antriebswerk: ...: Die Alternative zu Wind und Sonne

"Die Sonne scheint nur teilweise und der Wind geht auch nicht immer", erklärt Christoph Böttger von der Energie Technik Weiden (ETW). Gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Simon stellte er dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht eine günstige Alternative zu den üblichen regenerativen Energien vor: Das kinetische Antriebswerk erzeugt laut Böttger und Simon Ökostrom für weniger als 1,5 Cent pro Kilowattstunde.

Christoph Böttger (von links) und Michael Simon von der Energie-Technik-Weiden erläuterten dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht das Prinzip des kinetischen Antriebskraftwerks. Bild: esc
von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

Das habe außerdem den Vorteil, dass man das Kraftwerk "dort hinbauen kann, wo der Strom gebraucht wird". Gemeinsam mit einem Forscherteam aus Belgrad hat die Rosch Innovation AG ein solches Gerät zur Produktionsreife gebracht, die ETW fungiert als Vermittler.

Vom Prinzip her läuft das Antriebswerk wie ein Schöpfwerk im Bergbau: Behälter sind mit einem Kettenbetrieb miteinander verbunden und stecken kopfüber in einem Schacht. Dieser wird dann mit Wasser befüllt, am tiefsten Punkt wird Luft in die Körper geleitet. Die Behälter entwickeln damit eine enorme Auftriebskraft. "Die Sache kommt in Gang und bewegt ein Getriebe, welches mit einem Generator verbunden ist", erzählen Simon und Böttger. Somit entsteht weit mehr Energie, als für den Betrieb des Kompressors nötig ist.

Nur für die ersten zwei bis drei Minuten wird das System mit Fremdstrom angekurbelt, "danach betreibt sich die Anlage von alleine", erläutert Simon. Treibstoff ist dabei Luft, die dauerhaft zugeführt werden muss.
Vorteile solch einer Vorrichtung sind neben kurzen Wegen zum Verbraucher und bedarfsorientierter Größenordnung auch die Schonung der Umwelt: Bei der Nutzung wird kein Kohlendioxid ausgestoßen, es entstehen keine Abgase. Der Prototyp eines solchen Antriebwerks steht in Belgrad, verschiedene Firmen hätten bereits Interesse angemeldet. In Bangkok und Johannisburg sei das Projekt "schon durch". "Wir wollen die Unternehmen ansprechen, die einen hohen Energiebedarf haben", sagt Böttger weiter.

Teure Energiepreise

Sein Wunsch ist es, mit dem Antriebswerk eine rechtliche Gleichstellung mit anderen regenerativen Energien zu erreichen. "Das scheint in der Tat hochinteressant", gibt sich Rupprecht aufgeschlossen. "Ich nehme das mit nach Berlin." Sollten Preis und Projekt überzeugen, "finden wir bestimmt Financiers". Schließlich gebe es genügend Unternehmen in der Region, die sagen, die Energiepreise seien zu teuer.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.